Schnorcheln und Tauchen in Hawaii

Ich bin leider kein Taucher, sondern schwimme und schnorchle nur gern. Viele meiner Freunde berichten von tollen Unterwasserrevieren auf der Welt, in denen man wie in einem Aquarium herumschwimmt. Viele tauchen auch leidenschaftlich gern. Immer wieder werde ich gefragt, wo es am schönsten ist. Meiner Ansicht nach ist das Barrier Reef in Australien das beste Tauch- und Schnorchelrevier. Danach finde ich Bora Bora ganz toll und an die dritte Stelle würde ich Hawaii setzen.

In vielen Regionen dieser Welt habe ich schon geschnorchelt. In Australien war das Wasser am Outer Reef (also ca. 20-40 km von der Küste entfernt) am klarsten. Man konnte mehr als 30m tief gucken. Bora Bora und die Inseln um Tahiti waren deshalb so schön, weil man in den Lagunen in einer geringen Tiefe mit großen Mantas oder Haien problemlos schwimmen konnte. Die Malediven waren in dieser Hinsicht genau so gut.  In Hawaii ist das mit den Mantas ähnlich, man trifft sie allerdings seltener - und die Haie sind leider wesentlich gefährlicher. Allerdings gefällt mir deshalb Hawaii am besten, weil es von Deutschland  aus im Gegensatz zu Tahiti oder Australien  noch am leichtesten erreichbar ist.
Ich nehme zwar immer meine Schnorchelausrüstung von zu Hause mit, aber in Hawaii bekommen Sie inzwischen überall sehr preisgünstig Flossen, Taucherbrillen und Schnorchel in neuester Ausführung zur Ausleihe. Bei fast allen Bootstouren ist die kostenlose Ausleihe inbegriffen.


Die Insel Molokini ist Teil eines versunkenen Vulkankraters und eignet sich hervorragend zum Tauchen und Schnorcheln

Schnorcheln und Tauchen auf Maui

Maui eignet sich am besten zum Schnorcheln und Tauchen, weil es dort viele Korallenbänke gibt und die kleine Vulkaninsel Molokini in erreichbarer Nähe liegt. Das kristallklare Wasser um den versunkenen Vulkankrater herum ist die erste Adresse für ambitionierte Schnorchler und Taucher. Mit einem Boot fährt man vom Ma´alaea Harbor aus  etwa 5 km weit zu diesem Unterwasser-Naturschutzgebiet, das außer allen Riff-Fischen auch Mantas, Haie und Delphine beherbergt.
Natürlich müssen Sie bei einem solch spektakulären Tauch- und Schnorchelgebiet mit entsprechend viel Touristen rechnen, die gleichzeitig mit Ihnen einen Ausflug dorthin gebucht haben:

  • 14 - 20 Ausflugsboote sind meist gleichzeitig dort.
  • Jedes Boot hat ungefähr 100 Passagiere.
  • Damit sind zwischen 1400 und 2000 Schnorchler im Wasser.
  • Das bedeutet, dass Sie unter Umständen mehr Touristenbeine als Fische um sich herum wedeln sehen.

Es gibt neben den vier Unterwasser-Schutzgebieten noch weitere schöne Schnorchelgebiete auf der Insel. Lohnenswert ist ein Besuch der Honolua Bay, die etwas versteckt im Norden von Kapalua liegt. Man muss am Meilenstein 32 auf dem Highway 30 halten und dann zur Bucht hinuntersteigen. Dort  trifft man besonders im Sommer auf große Fischschwärme. Für Liebhaber von Schildkröten bietet sich Wailea Point an, besser ist aber noch eine Bootstour zur "Turtle Town" von Makena aus. Viele Firmen bieten solche Touren an.
Ein Geheimtipp ist Oluwalu, das ist ein kleiner Strand am Meilenstein 14 auf der Strecke von Maalaea nach Lahaina. Kapalua Beach und Polo Beach sind auch gute Schnorchelreviere. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, können Sie den täglichen Schnorchel-Bericht von The Snorkel Store abonnieren:

Prüfen Sie vorher genau die Preise, denn die 149.95 $, die für eine 5-stündige Exkursion nach Molokini veranschlagt werden, sind zunächst ein Phantasiepreis. Sie werden schnell Angebote von 79,95$, 39,95$, 29,95$ oder 19,95$ finden und Snorkel Bob´s, der sich jetzt Boss Frog´s nennt, schenkt Ihnen sogar den Ausflug, wenn Sie eine Woche lang eine Schnorchelausrüstung bei ihm mieten. Und die kostet nur 9,95 $. Allerdings können Sie bei diesen Billigangeboten auch hereinfallen, denn die finden immer nachmittags statt. Und da ist manchmal leider die Unterwassersicht miserabel, weil die Passatwinde am Nachmittag auffrischen. Auf der sicheren Seite sind Sie also nur am Vormittag.
Die Zahl der Begegnungen mit Haien ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Erstaunlicherweise kommen die Haie immer näher an die Küste und in Maui sind sogar mehrere Hai-Unfälle passiert, bei denen die Schwimmer nicht weiter als 50 m vom Strand entfernt waren. In den meisten Fällen sind es Surfer gewesen, die auf den Brettern lagen und vermutlich von den Haien aufgrund des Schattens als kranke Delphine angesehen wurden. Es ist bisher ungeklärt, was die Haie zu einem Biss animiert. Jedenfalls wird immer davor gewarnt, nicht in der Nähe von Flussmündungen oder undurchsichtigen oder schmutzigen Wasserbereiche zu schwimmen, weil Haie gern in solchen Gewässern jagen. Inzwischen sind wohl auch viele Haifamilien von Tigerhaien und Hammerhaien aus dem nördlichen Pazifik hinunter zu den hawaiianischen Inseln gewandert und sind dort heimisch geworden. Die Gefahren werden also zunehmen.

Alle Schnorchelreviere werden in dem "Maui Dive and Surf Magazine" genau beschrieben und gut bebildert erklärt. Das Magazin ist in allen Maui Dive Shops kostenlos zu bekommen, von denen es acht auf der Insel gibt.

Als Beispiel sehen Sie oben auf dem Bild eine bebilderte Anweisung für Makena Landing / Five Caves, die aus diesem Heft stammt. Es werden nicht nur Schnorchelrouten empfohlen, sondern es wird gleichzeitig auch auf Parkplätze, Duschen und Toiletten hingewiesen.
Links sehen Sie eine Karte aller Riff - Fische, wie sie in Hawaii überall zu finden sind; die Karte ist auch aus dem Maui Dive and Surf Magazine entnommen.
Sie können sich das 64-seitige Magazin mit allen speziellen Hinweise von der Webseite des Maui Dive Shops herunterladen. Das lohnt sich:
http://www.mauidiveshop.com/Maui-Dive-Surf/
Eine beliebte Stelle zum Schnorcheln ist der "Black Rock" in der Mitte des Kaanapali Strandes direkt vo dem Sheraton Hotel. Weil hinter dem großen Lavabrocken mehrere Strömungen zusammentreffen und dahinter ein kleiner Fluss mündet, sammeln sich dort viele Fische.  Die Einheimischen und Touristen haben großen Spaß daran, auf den Felsen zu klettern und von oben ins Wasser zu springen.

Vom Wasser sieht der Felsen so aus:

Ich werde oft gefragt, ob es sinnvoll ist, seine eigenen Flossen und Taucherbrillen von zu Hause aus mitzunehmen oder sie sich dort zu leihen. Das ist sicherlich Gewohnheitssache und eine Frage des Gepäckgewichtes. Man spart schon einiges an Gewicht, wenn man auf die Mitnahme von zu Hause verzichtet und sich die Schnorchelausrüstung vor Ort entleiht. Die günstigsten Preise bekommt man gewöhnlich bei Boss Frog´s oder im Snorkel Store. Sie liegen normalerweise etwa bei 15 $ pro Tag für Flossen, Schnorchel und Tauchermaske. Andererseits gibt es fast in jedem Hotel ein Strandhäuschen mit Schnorchel- Equipment zum Ausleihen. Meist sind auch Boogie-Boards, Paddle-Boards und Surfboards dabei. Hier die Preisliste von den Kaanapali Villas in Mauai am Strand von Kaanapali North:


Sie erkennen schnell, dass die Preise für eine Stunde ziemlich hoch sind und dass sich meist eher ein ganzer Tag oder eine Woche lohnt.
Tipp: Es gibt auch eine sehr schöne Möglichkeit zum Schnorcheln am Molokini Krater, die durchaus preiswert ist und sehr ergiebig, weil Sie nicht mit den großen Gruppen zusammentreffen, die täglich dorthin fahren: Es legt nämlich 2x täglich von der Bootsrampe in Kihei ein Schlauchboot der Firma Seafire mit Captain Don Burns ab und ist in 15 Minuten an der kleinen Insel oder auch an Turtle Town.

Wer einmal in Maui ist, wird vielleicht Ausflüge nach Lanai oder Molokai machen. Wenn genug Zeit bleibt, kann man auch dort gut schnorcheln. Weiter unten finden Sie einige Tipps dazu.

Schnorcheln auf  Oahu

Oahu hat mit der Hanauma Bay eigentlich ein hervorragendes Schnorchelgebiet. Allerdings ist das überlaufen und so bevölkert, dass es sogar einen Tag in der Woche geschlossen werden muss, damit die Fische sich dort mal von den starrenden Taucherbrillenaugen der Touristen erholen können. Die guten Zeiten für ein Schnorchelerlebnis sind leider vorbei. Man muss 7,50 $ Eintritt bezahlen und für den Parkplatz 1 $. Außerdem ist es verpflichtend , sich vorher einen Film über die Entstehung des Kraters und das Verhalten in diesem Meeresschutzgebiet anzuschauen. Im vorderen Bereich ist das Wasser so flach, dass man im Stehen die vielen bunten Fische um sich herum bewundern kann. Das ist eigentlich nur etwas für Kinder. Schwimmt man aber etwas weiter hinaus, kommt man an "witch´s brew", das ist eine Stelle mit Höhlen und vielen Fischen, die bei ruhigem Wasser und schönem Wetter fantastisch ist. Bei schlechtem Wetter sollte man sie meiden.


Das Bild habe ich aus dem Flugzeug geschossen, als wir von Honololu nach Maui flogen. Man kann sehr deutlich im Vordergrund den Koko Head und rechts davon den halb versunkenen Vulkankrater sehen, der voll Wasser gelaufen ist. Das ist die Hanauma Bay. Fährt man von Waikiki aus über Hawaikai in diese Richtung, kommt man an diese wunderschöne Bucht.


Panorama-Ansicht von der Hanauma Bay

Sehr schöne Bilder von der Hanauma-Bay finden Sie auf der Webseite von Hawaii-Gaga, das ist eine Webseite mit sehr guten Informationen von allen Inseln. Auch das schöne Panoramabild stammt von dieser Webseite. Schauen Sie sich diese Seite einmal an; sie enthält auch ausgezeichnete Fotos mit ausführlichen Informationen zu allen Stränden.
Ein Schiffswrack gibt es auch hier: The Mahi. Das ist ein alter Minenleger, der 1986 gesunken ist und nun in 20 m Tiefe südlich von Waianae sein muschelbedecktes und rostiges Dasein fristet. Viele Mantas, Riff-Haie, Schildkröten und allerlei bunte Fische haben hier ihr Zuhause. Für Tauchsportfreunde ist auch "Shark´s cove" interessant, das ist eine Unterwasserlandschaft aus Lavafelsen mit Wasserfällen. Sehr schön - mit vielen Fischen. Die Stelle liegt zwischen Pupukea und Haleiwa am Highway 83 und hat auch Duschen am Beach. Allerdings sollte man hier auch nur bei ruhigem Wasser schnorcheln oder tauchen.
Viele Hawaiianer gehen auch am Makaha Beach Park schnorcheln. Das ist eine fischreiche  Schnorchelstelle mit wunderbar klarem Wasser, Unterwasserhöhlen und Tunneln, die die meisten Touristen gar nicht kennen. Deshalb ist auch hier nicht viel los. Der Beachpark liegt etwa 50km nordwestlich von Honolulu am Highway 93 in Makaha.

Schnorcheln und Schwimmen mit Mantas auf Big Island

Big Island hat eine sehr schöne Bucht zum Schnorcheln am Cook Monument, nämlich die Kealakekua Bay. Das ist auch ein Unterwasserschutzgebiet, zu dem sehr viele Katamarane von den anderen Orten hinausfahren, um dort Delphine, Schildkröten und die bunten Riff-Fische zu beobachten. Die Delphine tummeln sich meist nur morgens in der Bucht herum, aber die anderen Fische können sie immer dort finden.

Dazu empfehle ich Ihnen eine Fahrt mit einem Kanu dort hinüber. Leider kann man keine mehr privat mieten, sondern darf nur noch in der Gruppe hinüberfahren. Einen wasserdichten Beutel für Ihre Sachen bekommen Sie gratis dazu, und eine halbe Stunde später sind Sie am Cook-Monument, wo Sie zum Denkmal wandern und  schnorcheln gehen können.Die Abfahrt zur Kealakekua Bay finden Sie, wenn Sie von dem Ort Captain Cook aus  die Na´po´o po´o Road weiterfahren. Nach 7 Meilen enger Bergfahrt gelangen Sie unten in die ursprünglich hawaiianisch gebliebene Bucht, wo Sie parken können.
Ein kleines Stück weiter nach Süden ist übrigens noch eine sehr schöne Schnorchelstelle, die nicht von den Katamaranen angefahren und auch kaum von den Touristen besucht wird:
Puuhonua o Honaunau.
Das ist ein National Historic Park - eine Stelle, wo früher bei den alten Hawaiianern die geschlagenen Krieger, die Ausgestoßenen und Alten eine geheiligte Zufluchtsstätte fanden. Die großen Häuptlinge wohnten auch hier in der Gegend. Verbinden Sie eine Besichtigung des interessanten Freilichtmuseums mit einer Schnorcheltour in der geschützten Bucht gegenüber dem Heiligtum. Die Lavafelsen dort sind groß und flach, sodass ein Einstieg leicht ist. Und die Unterwasserwelt ist fantastisch!


Inschrift auf dem Cook Monument in der Kealakekua Bay auf Big Island

Big Island ist im Übrigen ein idealer Ort, um mit Mantas zu schnorcheln und zu schwimmen. An der gesamten Kona-Küste und Kahala-Küste sind viele Mantas, die besonders abends in die Nähe der Strände kommen. Am Mauna Kea Hotel werden deshalb nach Sonnenunterlang Flutlichtscheinwerfer eingeschaltet, die das Plankton anziehen sollen, das die Hauptnahrungsquelle für die Mantas darstellt. So kommen dann die riesigen Fische wie "fliegende Teppiche" heran. Das sieht gewaltig aus und macht am Anfang richtig Angst, wenn sie mit einer Spannweite von 3 Metern und mehr auf einen zukommen und sich überhaupt nicht durch die Anwesenheit von Menschen im Wasser beeinflussen lassen. Verschiedene Anbieter bieten auch nächtliche Schnorcheltouren zu den Mantas an.

Das Foto habe ich mit meiner Unterwassercamera leider nicht so gut hinbekommen wie Kevin Mc Loughlin. Der hat es geschossen.

Ich kann Ihnen eine solche Schnorcheltour nur empfehlen, denn nachts einem Manta unter Wasser zu begegnen, ist schon ein einmaliges Erlebnis.
Mantas kann man im Übrigen an der gesamten Kohala-Küste beobachten. Ähnlich verhält es sich auch mit den grünen Seeschildkröten, denen Sie an allen Stränden begegnen. Wenn Sie interessiert sind, beim Schnorcheln große grüne Meeresschildkröten zu beobachten, sollten Sie an den Strand südlich vom Hualalai Resort fahren.

Besonders nachmittags kommen sie oft ans Ufer und legen sich zum Ausruhen an den Strand.

Schnorcheln auf Kauai

Kauai hat nicht so schöne Stellen zum Schnorcheln wie die anderen Inseln. In den früheren Jahren war ich immer begeistert vom Ke´e Beach im Norden, aber schon  im November 2017 wurde ich dort sehr enttäuscht. Obwohl man neue Duschen und Umkleideräume gebaut hatte, war es ziemlich bevölkert und keineswegs voll von bunten Fischen. Wegen der Übervölkerung hatte man auch eine Strandwache installiert, die alle Schwimmer zurückpfiff, die außerhalb der kleinen Riffzone schnorcheln wollten. 2018 wurde es noch schlimmer und anschließend hatte man den Strand wegen der Stürme und der Überflutung im April geschlossen. In der Folgezeit wurden die Brücken und die Straßen repariert, was bis in den Sommer 2019 dauerte. Schließlich wurde der Strand im Herbst 2019 wieder mit vielen Restriktionen eröffnet. Die Zahl der Besucher wurde auf 900 pro Tag begrenzt und die Zufahrt mit 70 Parkplätzen für Touristen limitiert.
Für Einzelpersonen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, kostet das einen Dollar. Man kann sich natürlich auch von einem Einheimischen mitnehmen lassen oder mit dem Taxi hinkommen. Der Voucher gilt von 6:30 Uhr bis Sonnenuntergang und ist hier zu beantragen:

https://www.gohaena.com/carts

Wer mit dem Auto kommt, muss sehen, dass er einen Voucher für den Parkplatz bekommt, denn es gibt nur 100 Parkplätze dort. 30 davon sind frei für Einheimische, die restlichen 70 werden nach Anmeldung vergeben. Da müssen Sie sich schon mindestens 14 Tage vorher einen Voucher sichern. Der kostet 5 Dollar und gilt entweder nur für den Vormittag 6:30 Uhr bis 12:30 Uhr) oder nur für den Nachmittag (12:30 Uhr bis 17:30 Uhr). Es gibt auch die Möglichkeit für einen Kurzbesuch am späten Nachmittag (von 14:30 Uhr -  Sonnenuntergang). An diesen Voucher ist leichter dranzukommen. Wollen Sie übrigens den ganzen Tag dort bleiben, müssen Sie drei Voucher lösen.
Im Gegensatz zum Ke´e Beach sind am Anini-Beach weit weniger Leute zu finden. Das Korallenriff dort ist ziemlich groß und man hat alle Möglichkeiten vom Schnorcheln im flachen Wasser angefangen bis zum Tauchen in 20 m Tiefe.
Der Strand ist nicht einfach zu finden: Man fährt  auf dem Highway 56 in Richtung Princeville und biegt kurz vorher auf die Kalihiwai Road ab. Der Strand ist flach und das Wasser zunächst auch, weil etwa 50 bis 200 m davor ein Riff gelagert ist, das den Strand schützt. Hinter dem Riff wird das Wasser lebendiger und man kann dort auch mehr grüne Meeresschildkröten, bunte Fische und vielleicht auch ein paar Riff-Haie beobachten. Allerdings sind auch dort die Strömungen stärker zu spüren. Der Strand wird vielfach von Campern genutzt und an den Wochenenden kommen viele hawaiianische Familien hierher zum Grillen und Baden.
Wenn Sie schon im Norden bei Princeville sind, sollten Sie einen Abstecher zum St. Regis Princeville Resort in der Hanalei Bucht machen. Dort gibt es vor dem Hotel einen Parkplatz für Besucher und Sie können den Abstieg zum Puu Poa Beach machen. Der wird eigentlich nur von Hotelgästen benutzt, weil sonst kaum jemand dorthin kommt. Deshalb können Sie auch problemlos die Duschen und Toiletten des Hotels benutzen. Außerdem lässt es sich gut schnorcheln dort, weil das Wasser flach ist und Sie mit der ganzen Familie die Unterwasserwelt erkunden können.

Hier ein Foto des Strandes aus anderer Perspektive; das St. Regis Resort Princeville im Hintergrund:

Im sonnigen Poipu im Süden kann man ebenfalls ziemlich gut schnorcheln. Am besten ist das vor dem Sheraton Hotel. Eigentlich nennen die Einheimischen den Strandabschnitt "Kiahuna Beach", weil er vor den Kiahuna Plantation Condominiums liegt. Allerdings ist das etwas mehr für Anfänger, denn das Wasser ist ziemlich flach und die Unterwasserwelt neben den bunten Fischen nicht so aufregend.

Schnorcheln auf Lanai

Wer einen Luxusaufenthalt auf Lanai im Manele Bay Resort gebucht hat, ist gut dran. Denn dadurch hat man nicht nur einen fantastischen Strand links neben dem Hotel, sondern auch gute Schnorchelmöglichkeiten davor. Der Hulopoe Beach ist einer der schönsten Strände der hawaiianischen Inseln und natürlich eindeutig der schönste Strand von Lanai. Vorne ist er sandig und, ohne Steine und Korallen, dahinter folgt auf der linken Seite eine interessante Unterwasserlandschaft mit vielen bunten Fischen, grünen Meeresschildkröten und Muränen. Am besten ist die Sicht am frühen Morgen - dann treffen Sie übrigens auch auf die Delphine, die sich hier in den Morgenstunden herumtreiben.


Das ist der Blick auf den Strand und auf das Manele Bay Resort im Hintergrund. Im Vordergrund sind die Tide-Pools, die sich gut zum Baden eignen. Zwischen den Lavafelsen im Wasser lässt sich gut schnorcheln und Sie können viele bunte Fische beobachten.

Blick vom Wasser aus auf das Manele Bay Resort.

Wenn Sie etwas weiter hinaus schwimmen in Richtung auf den "Sweet Heart Rock", können Sie grüne Meeresschildkröten beobachten und auch größere Fische. Unter Wasser befinden sich zwischen den Lavabrocken auch kleinere Höhlen, in denen sich viele bunte Riff-Fische aufhalten.
Falls Sie nicht in dem Luxus-Resort Manele Bay wohnen und dort schnorcheln wollen, lohnt sich eine Überfahrt von Lahaina aus nach Lanai mit der Fähre Expeditions. Sie erreichen danach mit einem bequemen 10-Minuten Fußweg den Hulopo´e Beach mit allen Vorteilen eines modernen Beachparks.

Schnorcheln auf Molokai

Normalerweise fährt man nicht auf die Insel Molokai zum Schnorcheln, sondern weil man die ursprüngliche hawaiianische Landschaft ohne den Tourismus sehen will. Deshalb ist auch das Schnorchelrevier ziemlich unbekannt. Dabei befindet sich am südlichen Ende von Molokai das längste Riff der Hawaii-Inseln überhaupt. Es ist über 40 km lang und ist in großen Teilen noch sehr lebendig, was man von den Korallen der anderen Inseln nicht unbedingt behaupten kann.

In Molokai fand ich es am Kaluakoi Beach am schönsten.  Eigentlich heißt der Papohaku Beach, befindet sich im Westen von Molokai und ist fast 5 km lang. Wir haben oft an diesem Strand gewohnt, weil es hier preiswerte Ferienwohnungen gibt.  Da nicht sehr viele Touristen die Insel besuchen, ist es wundervoll ruhig hier, was auch die Fische positiv sehen, denn sie kommen unbekümmert bis an den Strand heran. Hier habe ich erlebt, dass plötzlich neben mir Barracudas schwammen und ganz interessiert zuschauten, was ich denn so als Schnorchler vorhatte. Sobald ich aber meine Camera in Schussposition brachte, waren sie mit einem kurzen Flossenschlag verschwunden und ich konnte sie nur noch schemenhaft aus der Entfernung wahrnehmen. Da habe ich begriffen, dass man auf Molokai als Schnorchler viel Geduld haben muss, aber dann auch tolle Begegnungen unter Wasser machen kann.


Manta im Riff von Molokai

Fotogalerie mit Unterwasseraufnahmen

Am liebsten würde ich eine Fotogalerie mit meinen besten Unterwasseraufnahmen hier einrichten. Gemacht habe ich die ersten Aufnahmen mit einer kleinen Olympus u850 SW, mit der ich eigentlich immer zufrieden war. Natürlich habe ich manchmal neidisch zu den Tauchern hinübergeschaut, die sich eine professionelle Videocamera oder Unterwassercamera ausgeliehen hatten und damit auf Tauchgang gingen. Aber nachdem ich in Jamaica meine ersten negativen Erfahrungen gemacht hatte, als meine neue teure Nikon in ihrem Unterwassergehäuse undicht geworden war und ich die Camera anschließend wegwerfen musste, schwöre ich nur noch auf kleine wasserdichte Digitalcameras. Inzwischen sind auch die Displays so groß und hell, dass man unter Wasser genug sehen kann. Und was die Videoaufnahmen angeht, so muss man sich eben beschränken. Aber für gelegentliche Schnorchelausflüge reicht es allemal. Meine zweite Camera war dann 2013 eine kleine, bis 13 m wasserdichte Lumix  FT5, die nicht nur GPS und Wifi, sondern auch Kompass und Höhen-/Tiefenmesser integriert hatte. Mit der war ich sehr zufrieden, bis mich im Oktober 2017 eine Welle in Kauai erwischte, die mir die Taucherbrille samt angebundener Unterwasserkamera vom Kopf riss. Mich selbst fand ich dann im aufgewirbelten Sandbett wieder, die Camera und die Tauchermaske aber nicht mehr.
Jetzt besitze ich eine Nikon Coolpix W300, mit der ich sehr zufrieden bin. Sie hat als echte Outdoor-Camera neben WIFI und GPS ebenfalls einen Kompass und einen Höhen-/Tiefenmesser an Bord.

Geärgert hat mich immer, dass ich den Staatsfisch von Hawaii, den Humuhumunukunukuapua`a niemals so richtig vor die Camera bekommen habe. Dieser Triggerfish ( auf deutsch: Drückerfisch) sieht so schön bunt aus, dreht sich aber immer weg, weg, wenn ich fotografieren will:

Die Seeschildkröten habe ich natürlich oft beobachten können, weil sie an allen Küsten der hawaiianischen Inseln beheimatet sind.

Als ich vor einigen Jahren die ersten Unterwasseraufnahmen von Hawaii zu Hause ausgewertet habe, konnte ich mir einen Vergleich mit den Aufnahmen vom Barrier Reef in Australien nicht verkneifen. Oben eine Seeschildkröte in Hawaii, unten eine im Barrier Reef. Die Schildkröten, denen ich hier begegnet bin, waren nicht so groß und so grün wie die Hawaii, dafür aber schöner in der Farbe des Panzers. Ich weiß nicht, ob sie auch zu den grünen Seeschildkröten gehören, die in Hawaii unter Naturschutz stehen, oder ob es vielleicht eine ganz andere Art ist. Vielleicht sind sie auch nicht so alt. Hier zwei Bilder von Schildkröten, wie ich sie im Barrier Reef beobachten konnte:

Sehr erstaunt hat mich immer wieder im Barrier Reef, dass niemand auf die Idee kam, die Fische zu füttern, wie das in vielen Touristengebieten der Fall ist. In Florida warf man immer Hühnerabfälle ins Wasser, damit die Alligatoren ans Boot kamen, in Bora Bora wurden frisch aufgeschnittene Fische ins Wasser geworfen, damit die Haie angelockt wurden. Hier aber schwammen überall die Fische durch die Korallen, ohne sich durch uns stören zu lassen. Das fand ich sehr positiv.

Auf unserem Schiff, dem "Rum-Runner" gab es eigentlich genügend Küchenabfälle, aber die warf keiner ins Wasser, sondern alles wurde wieder mit an Land genommen. Das Wasser war fantastisch klar und man hatte das Gefühl, mitten in einem Aquarium zu schwimmen.

Besonders beeindruckt war ich wieder von dem Anblick der Mördermuscheln, die in Wirklichkeit "Große Riesenmuscheln (Tridacna gigas) heißen und die größte aller bekannten Muschelarten darstellen. Ein solches Exemplar einer Muschel kann eine Länge von bis zu 140 cm erreichen und bis 500 kg schwer werden. Wenn man ihr unter Wasser begegnet, so fordert das einen gehörigen Respekt. Das kann man bei den nächsten Bildern sehen.

Besonders die Mundöffnungen sind gewaltig. Sie sind so groß, dass meine geballte Faust hineinpasst. Diese Riesenmuscheln findet man überall im Pazifik in den Korallenriffen. Sie leben mit Symbiosealgen zusammen, die in ihren Mantellippen leben und die Muschel mit organischer Substanz und Sauerstoff versorgen.

Sie werden "Mördermuscheln" genannt, weil ihnen nachgesagt wird, dass sie sich an Taucher klammern und diese dann in die Tiefe ziehen würden. Es gibt tatsächlich einen Fall, der 1935 auf den Philippinen geschehen ist. Dort wurde ein Perlentaucher vermisst. Später wurde er gefunden, wobei seine Hand in einer ca. 160 kg schweren Riesenmuschel eingeklemmt war. In der Hand fand man eine große Perle. Ob er versucht hatte, die Perle aus der Muschel zu entnehmen, weiß man nicht. Jedenfalls verlief der Versuch tödlich.

Ich konnte mich jedoch auch selbst von der Kraft der Muschel überzeugen, als wir zu zweit auf der Insel Aitutaki, die zur Inselgruppe der Cook Islands gehört, eine Mördermuschel aus dem Wasser hoben.


Ein Stock, den wir zwischen die sich schließenden Schalen schoben, wurde knirschend von ihr zerquetscht. Das hat mich sehr beeindruckt.


Ein einheimischer Fischer wurde allerdings ziemlich böse, als r sah, was wir da machten, worauf wir dann die Muschel wieder ins tiefere Wasser brachten.

Das sollte für einen Überblick über die Schnorchelmöglichkeiten in Hawaii genügen - verzeihen Sie mir den Vergleich mit dem Barrier Reef, aber er bot sich halt an. Wenn Sie ein bisschen Geduld haben, können Sie auf der Rückseite von Molokini aufregende Beobachtungen machen.

Weitere Hinweise:

Thema/Titel Internet-Adresse
Einen hervorragenden Führer durch die Unterwasserwelt von Maui finden Sie in dem "Maui Dive Guide", den es kostenlos in allen Maui Dive shops gibt. www.MauiDiveShop.com
Das Maui dive and surf magazine bekommen Sie kostenlos in allen Maui Dive Shops. Es enthält 12 Karten mit den besten Stellen zum Schnorcheln und Tauchen.. www.mauidiveshop.com
Acht Videos von verschiedenen guten Tauchstellen in Maui http://www.mauidiveshop.com
Guter und preiswerter Anbieter mit einem kleineren Katamaran für Schnorchelfahrten nach Molokini von Maalaea aus. www.MauiSnorkeling.com
Ausflugsfahrten mit einem Katamaran zu verschiedenen Tauch - und Schnorchelzielen www.AliiNuiCharters.com
Gute Schnorcheltipps und Hinweise auf schöne Stellen auf allen Inseln http://www.hawaiisnorkelingguide.com/

 Letzte Aktualisierung dieser Seite am 21.01.20

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