Fahrt durchs koloniale Mexiko nach Baja California

Das war die komplizierteste Vorbereitung einer Reise, die wir je gemacht haben. Es kam dadurch, dass unser Reisebüro Insolvenz angemeldet hatte und wir von Oktober bis Januar unzählige Mails und Telefonate erledigen mussten. Dabei hatten wir zu Viert schon fast ein Jahr vorher die Reise geplant und die Ziele abgestimmt. Wir wollten in maximal 42 Tagen die Highlights von Mittelamerika besuchen. Schließlich einigten wir uns auf das koloniale Mexiko, weil wir schon früher in Mexiko gewesen waren. Das wollten wir jetzt  besuchen, dazu Baja California, Costa Rica, Nicaragua und Panama. Wir versuchten, alles mit Flügen der Lufthansa unter einen Hut zu bekommen, weil wir unsere gesammelten Meilen für Upgrades verwenden wollten.
Da Ute und Hans so viele Meilen hatten, dass sie sogar einen Business Flug hin und zurück damit finanzieren konnten, knobelten wir einen Termin aus, der das möglich machte. Und das war tatsächlich mit einem Hinflug von Frankfurt nach Mexiko und einem Rückflug von Bogotá nach Frankfurt möglich.

Reiseplanung: Highlights von Mittelamerika

Schließlich einigten wir uns auf den Hinflug nach Mexico City, wo wir einen Leihwagen mieten und damit zunächst eine Reise durch die kolonialen Städte machen wollten. Anschließend sollte es per Flugzeug nach Los Cabos in Baja California gehen, wo wir wiederum mit einem Leihwagen eine Rundreise machen wollten. Von Mexico City aus wollten wir dann nach Costa Rica fliegen, um dort eine 15tägige Tour mit Thomas Cook zu machen, die die wichtigsten Highlights von Costa Rica und Nicaragua einschließen und in einem Ferienort am Pazifik enden sollte. Von dort wollten wir dann nach Panama fliegen und hier eine Rundreise starten, die ebenfalls bei Thomas Cook als "Höhepunkte Panamas" im Katalog ausgewiesen war.

Alles zusammen erschien uns als gelungene Synthese, zumal es die Möglichkeit gab, mit der Lufthansa von Bogota in der Business Class nach Hause zu fliegen. Inge und ich würden sich dann auf die Warteliste setzen lassen und auf einen Zuschlag hoffen, da die Linie Bogota - Frankfurt voraussichtlich nicht ausgebucht sein würde. Und das hat dann auch glücklicherweise geklappt.

Freitag, 7.2. 2014

Eingecheckt haben wir gestern schon und Ute und Hans sind bereits um 9:00 am Flughafen in Düsseldorf. In Frankfurt steigen wir in einen Jumbo mit den neuen Sitzen um. Ute und Hans sind davon in der Business Class begeistert, während wir in der Reihe 45 H+J sitzen und die Beine eingeklemmt bekommen, wenn der Vordermann seinen Sitz nach hinten klappt.
Nach genau 12 Stunden landen wir in Mexico City. Unsere Uhr zeigt 01:40 Uhr am Samstagmorgen, hier ist es jetzt 18:45 Uhr. Nach 40 Minuten sind wir durch die Immigration und nehmen uns für 290 Pesos (= 16 €) ein Taxi zum NH-Hotel. Das Einchecken ist sehr umständlich und inzwischen ist es 03:30, als wir unsere Zimmer 517+519 im 5. Stock beziehen.
Mit einem mexikanischen Bier in der Bar stoßen wir auf unsere Ankunft an, nachdem wir jetzt 19 Stunden unterwegs waren.

Mexico City

Samstag, 8.2.2014

Wir sind erstaunt über das tolle Frühstücksbüffet.

Zu Hause hatte ich schon einen Stadtplan ausgedruckt, auf dem unser Standort und die wichtigsten Anlaufpunkte für die nächsten beiden Tage mit roten Punkten verzeichnet sind. Das war zwar ziemlich unübersichtlich, aber dadurch würden wir immer wissen, wie wir in unser Hotel zurückfinden können.

Wir beschließen, den Hop on - Hop off Bus zu nehmen, der die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Mexiko-City anfährt. Hier heißt dieser Sightseeing-Bus "Turibus" und der Rezeptionist in der Hotelhalle erklärt uns, wie wir zur nächsten Haltestelle kommen. Dort könnten wir dann ein Ticket für eine Stadtrundfahrt lösen.

Anschließend marschieren wir zur Haltestelle vom Turibus, die wir aber erst nach einem Umweg finden. Hans hat den besten Orientierungssinn. Die Sonne scheint und es ist schon erstaunlich warm, als wir um 10:45 Uhr in den Bus steigen. Weil Samstag ist, bezahlen wir für die 3-stündige Rundfahrt 165 Pesos pro Person (= 11 €).

Wir suchen uns einen Platz auf dem oberen Deck und sind sehr erfreut, dass das Wetter so schön ist.
Es ist viel Verkehr hier, obwohl es Samstagmorgen ist. Unser Platz auf dem Oberdeck in der 1. Reihe ist ideal zum Fotografieren. Leider ist der Audioguide nicht viel wert, weil die Erklärungen sehr dünn sind und öfter ausfallen. Die Fahrt geht zunächst über den Paseo de Reforma, den kilometerlangen und breiten Prachtboulevard.
Hier eine kleine Fotosammlung von dem, was wir von oben beobachtet haben:

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Paseo de Reforma Mexico City

Die Prachtstraße Paseo de Reforma ist vollgestopft mit Denkmälern und Statuen.

Die Tour geht durch die Innenstadt, durch den Parc Chatepultepec und an vielen Monumenten und an vielen bemerkenswerten Bauen vorbei.

Danach kommen wir in die Nähe des historischen Zentrums und der Touristenverkehr nimmt enorm zu.

Es wimmelt von Menschen und wir wissen gar nicht, wo die alle herkommen. Alle drängen auf den Zokalo zu, den zentralen Platz mit der der Kathedrale.  

Dabei gibt es in den Nebenstraßen viele alte Gebäude mit interessanten Fassaden zu sehen. Allerdings sind diese oft nicht ebenerdig zu sehen, sondern man muss schon in die Höhe blicken.
Die Mexikaner bieten ihre Waren und Dienstleistungen an. Sie breiten auf dem Bürgersteig ihre angefertigten Ketten, Schmuckstücke, Bastarbeiten und Textilien an.
Am Zokalo, dem großen Platz vor der Kathedrale, steigen wir aus und setzen uns oben im 5 Stock eines Gebäudes  in ein Restaurant, wo man den ganzen  Platz gut übersehen kann. Den gesamten riesigen Platz nimmt nämlich zur Zeit eine Militärausstellung ein, die mit viel Musik und Vorführungen Reklame für die Armee macht. Eine kilometerlange Menschenschlange begehrt Einlass, deshalb vermuten wir, dass großes Interesse an der Armee besteht.
Ich versuche, eine Panoramaaufnahme zu machen, um den ganzen Platz zu erfassen:

Es ist unheimlich viel Verkehr auf dem Zokalo. In breiter Reihe schieben sich langsam Privatwagen, Minibusse und Lastwagen über den Platz. Wir vermissen die vielen VW- Käfer, die früher als Taxis das Stadtbild bestimmten. Diese Zeiten sind natürlich vorbei, denn inzwischen fahren hier komfortablere Autos.
Durch die Militärausstellung hat sich der Zokalo total verändert. Um die Kathedrale herum haben die Händler ihre Stände aufgebaut und indianische Tanzgruppen unterhalten die Touristen. Das hat sich nicht verändert: Alle wollen etwas an den Touristen verdienen  und breiten ihre Waren aus. Das können Früchte sein, Backwaren, Textilien oder handwerklich hergestellte Gegenstände aller Art. Jeder will etwas von dem touristischen Kuchen mitbekommen.
Und wer gar nichts anzubieten hat, der tanzt halt. Das lockt Zuschauer an und der eine oder andere gibt dann auch als Anerkennung sein Trinkgeld dazu.
Die Kathedrale mit dem imposanten Portal ist auch innen beeindruckend:
Die Verzierungen an den Wänden. die Malereien und die vergoldeten Figuren zeigen, mit welcher Inbrunst und welchem Aufwand hier die Kirchen gestaltet wurden.

Anschließend spazieren wir durch die belebten Straßen der Altstadt bis zum Nationalmuseum, wo wieder viele Händler ihre Kunstwerke und Souvenirs anbieten. Auch hier tanzen verschiedene Gruppen und musizieren.

Überall ist viel zu sehen und viel los; wir spazieren am Palast der schönen Künste vorbei, am Alameda Park und steigen am Museum Franz Meyer in den Turibus.


Palast der schönen Künste

Museum Franz Meyer
Mit dem Turibus fahren wir danach über den Paseo de Reforma wieder in unser Hotel.
Zum Abendessen wollen wir zu Tony Roma´s, dessen Restaurant wir in Mexico City entdeckt haben. Mit dem Taxi (140 Pesos + Trinkgeld) fahren wir dorthin und essen die berühmten Baby Back Ribs, die wir aus den USA kennen und schätzen gelernt haben. Die sind zwar nicht große Spitze, schmecken aber. Als wir unsere Pesos zählen und vergleichen, stellen wir fest, dass wir mit dem Geldumtausch am Flughafen ganz schön besch ...en worden sind, denn für den Kurs von 1€ = 18,3 Pesos haben wir nur 15,3 bekommen. Wir nehmen uns vor, am Flughafen kein Geld mehr umzuwechseln.

Sonntag, 9.2.2014

Wir sitzen um 8:00 Uhr beim ausgezeichneten Frühstücksbüffet

und stehen um 9:30 Uhr abfahrtsbereit vor der Tür. Beim Aus-Checken sind wir sehr verwundert, dass plötzlich noch einmal 16% Steuer auf unsere Bar-Rechnung kommt, die wir bereits gestern bezahlt hatten.
Der Taxifahrer fährt uns für 200 Pesos ( = 12 € ) zur Hertz-Station in der Leibnitz-Ave.

In der Vermietstation von Hertz geht alles sehr gemächlich zu (vielleicht, weil es Sonntag Morgen ist). Wir müssen eine Weile warten und sind erstaunt, dass der Wagen erst um 12:00 Uhr fertig sein soll. Auf dem Voucher fehlt nämlich die Angabe der Abholzeit und wir können nichts dagegen machen. Auch der Abgabetermin fehlt.
Schließlich telefoniert aber der Angestellte doch und wir bekommen den Wagen um 9;:53 Uhr. Allerdings keinen Chrysler Voyager, weil auf dem Voucher der Wagentyp nicht näher bezeichnet bist, sondern lediglich die Angabe "Kategorie R" vermerkt ist. Aber dann erkennen wir, dass der Chrysler Journey doch 7 Sitze + 2 Koffer als Volumen hat. So klappen wir die beiden hintersten Sitze ein und können unser Gepäck problemlos verstauen. Das gefällt uns.
Weit weniger gefällt uns, dass plötzlich für 470 Pesos pro Tag ( = 25 €!) Versicherungsleistungen auf dem Vertrag stehen. Erst nach energischem Protest zerreißt der Hertz-Vertreter den Vertreter den Vertrag und fertigt einen neuen aus. Hier zahlen sich die Spanischkenntnisse und Ermahnungen von Teresa aus. Trotzdem stehen noch 800 Pesos (= 60 €) für Sprit und Steuer auf der Rechnung. Der Tank ist zu 7/8 voll, eine Straßenkarte hat er nicht und er will uns auch nicht den Weg zur Autobahn nach Querétaro erklären.
Wir klemmen das Smartphone an die Windschutzscheibe und versuchen, mit der Navigon App aus der Innenstadt herauszukommen. Der Weg wird richtig angezeigt, aber die Sprachausgabe fehlt. So fahren wir erst 3x eine falsche Straße hinein und müssen wieder zurück. 40 Minuten dauert es, bis wir an den Stadtrand und den Periferico kommen, der jetzt zum ersten Mal den Weg nach Querétaro zeigt.

Das koloniale Mexiko

Danach wird es einfacher - aber nur bis Tula, denn dort versuchen wir mehrmals, den Eingang zur Zona Archeologica zu finden. Wir müssen oft fragen, bis es uns schließlich gelingt.

Am Eingang bezahlen wir 48 Pesos Eintritt und spazieren zu den den Resten einer prähistorischen Pyramide.

Nachdem wir die unvermeidliche Souvenirstraße verlassen haben, sind wir richtig in der Wüste. Die Kakteen und Wüstenpflanzen zeigen es. Hier ist die ehemalige Hauptstadt der Tolteken ausgegraben worden, die im 11. und 12. Jahrhundert hier geherrscht haben.

Zur damaligen Zeit sollen etwa 60000 Menschen in dieser Stadt gewohnt haben. Das bekannteste Gebäude ist die Morgenstern-Pyramide oder der Tempel des Tlahuizcalpantecuhtli. Es handelt sich um einen Pyramidenstumpf, der aus fünf übereinander angeordneten Pyramidenstufen besteht.

Am Eingang ist eine Ausstellung mit den alten Steinplatten, die den Säulengang der Pyramide geschmückt haben.
Jaguare und Koyoten sind noch deutlich zu erkennen.

Auf der oberen Plattform der Pyramide sind verschiedene Steinmonumente aufgestellt: runde Säulentrommeln, die zu den hochgerichteten Leibern von Federschlangen gehören, die einstmals den Eingang getragen haben.
Dahinter vier 4,5 m hohe vollplastische Gestalten von toltekischen Kriegern, mit ihrer charakteristischen Tracht und Bewaffnung, und schließlich quadratische Pfeiler mit flacher Zeichnung von Kriegern.

Das Zentrum Tulas bildet eine große Zone, die vorwiegend zu zeremonialen Zwecken genutzt wurde. Sie wird beherrscht von einer großen freien Fläche, um die sich drei Säulenhallen gruppieren.

Als wir zu unserem Parkplatz zurück gehen, gibt es eine große Überraschung: Wir treffen Reinhold Spitzer mit seiner Frau aus Neuss, die mit Ikarus-Reisen in Mexiko unterwegs sind. So klein ist die Welt!  Natürlich machen wir ein Erinnerungsfoto:.
Gegen 16:00 Uhr kommen wir in San Juan del Rio an und staunen über die gut gepflegte Misión San Gil.  Hier einige Fotos davon:

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Happy Hour in San Gil

Wir sitzen zur Happy Hour gemütlich im Garten der Misión San Gil

Es ist eine große Anlage mit nur wenigen Gästen. Am Abend sitzen wir mit nur einem anderen Paar in dem großen Speiseraum und essen sehr komfortabel für 1155 Pesos (= 55 €) für 4 Personen inklusiv der der Getränke. Das ist preiswert.
Danach liegen wir schon um 21:30 Uhr im Bett.

Montag, 10.2.2014

Um 8:00 Uhr beim sehr guten Frühstück ist es noch ziemlich frisch draußen und wir müssen uns im Restaurant eine Jacke anziehen.

Die Abrechnung ist wieder erstaunlich preiswert: Für Essen, Trinken, Schlafen und Happy Hour für 4 Personen bezahlen wir 3970 Pesos, das sind umgerechnet 215 Euros.

 

Unsere Navigon App funktioniert jetzt auch mit Sprache. Die Ostfriesin "Inge" klingt witzig. Wir geben als erstes Ziel die Calle 5 de Mayo in Querétaro ein, weil wir ins historische Zentrum wollen.
Das Navi geleitet uns prima in die Stadt, allerdings nicht ins historische Zentrum, weil es naturgemäß in solch einer Millionenstadt noch eine zweite Straße dieses Namens gibt. Unser nächster Versuch mit der Eingabe "Plaza de Arma" klappt aber und wir landen dort, wo wir hin wollen. In einer kleinen Nebenstraße finden wir sogar eine Parkgarage, von der aus wir die Altstadt zu Fuß erkunden.
Die engen Gassen mit den alten Häusern sehen in der Morgensonne sehr malerisch aus, obwohl die Verkäufer erst langsam die Türen öffnen und ihre Stände aufbauen. Es ist halt noch recht früh am Morgen.


Einzelne Frauen sitzen schon vor der Tür auf den Treppenstufen mit ihren Handarbeiten.

Schade, dass es nicht einmal bei der Tourist-Info einen Stadtplan gibt. So spazieren wir durch die Straßen der Altstadt und besuchen viele Kirchen und Klöster, die alle reich mit Gold und Schnitzereien verziert sind.

Überall sind natürlich die Straßen und Plätze nach den Helden der Revolution benannt. Auf jedem Platz befinden sich entsprechende Denkmäler.

Auf der Plaza de Armas trinken wir unter den schattigen Lorbeerbäumen einen Cappuccino (der mehr Milchkaffee ist) und schauen uns das Leben der Leute im historischen Zentrum an. Es ist wenig los in der Stadt und wir beraten anhand unserer Unterlagen und Reiseführer, was wir noch besichtigen könnten.

Gegen 14:00 Uhr fahren wir weiter nach San Miguel de Allende und stellen diesmal das Navi richtig ein. Das klappt prima und eine halbe Stunde später sind wir schon in der Misión de Molinos. Unsere Zimmer 210 und 211 liegen ruhig nach hinten und wir sind ganz zufrieden.


Es ist zwar keine Heizung vorhanden und nur eine mickrige Beleuchtung, aber sonst ist alles ordentlich.

Mit dem Stadtplan und den Hinweisen der Rezeption fahren wir durch die steilen, engen und holprigen Straßen die 3 km hinunter in das historische Zentrum.

Hier besuchen wir als erstes die Klosterkirche San Francisco mit dem fantastischen Portal. Der Bau begann 1778 und dauerte 20 Jahre, sodass man deutlich die verschiedenen Baustile erkennen kann.

Der Glockenturm im neoklassizistischen Stil wurde 1799 erbaut.
Wir spazieren durch die bunten Gassen und stellen fest, wie hügelig die Stadt ist
Danach machen wir einen Rundgang durch die Stadt, der uns von dem Stadtplan aus der Tourist-Info vorgeschlagen wird:
Hier eine kleine Fotosammlung von unserem Besuch:
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Klosterkirche Convent de la Purissima Concepción

 

Beeindruckend ist auch die Klosterkirche Convent de la Purisima Concepcion, die mit Mitteln der UNESCO wieder restauriert wurde. Da die Orte hier in der Umgebung vielfach Weltkulturerbe sind, sind sie auch gut erhalten.
Wir können nicht alle Kirchen besuchen, aber einige Ansichten sind doch recht interessant:


Das Tor der Klosters auf dem Marktplatz

Die Überreste einer alten Tankstelle in der Stadt.

Als wir am späten Nachmittag zurück in unsere Misión de Molinos fahren, halten wir noch einmal auf dem Hügel an, um die Stadt in der Abendsonne zu fotografieren.

Das sieht alles von oben sehr schön aus, zumal die Kathedrale  und die Klosterkirche sehr bestimmende Elemente auf dem Foto sind.

Anschließend werden wir ziemlich enttäuscht, denn das Abendessen in unserem Restaurant ist ziemlich miserabel. Nur Inge hat mit ihren Fajitas Glück. Jedenfalls sind wir schon um 20:48 Uhr wieder aus dem ungemütlichen Restaurant heraus und verschwinden in unsere ungeheizten Zimmer.
 

Dienstag, 11.2. 2014

 

Die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne treffen unser Zimmer, als wir aufstehen. Bereits um 8:00 Uhr sitzen wir beim Frühstück. Leider gibt es kein Büffet, sondern wir müssen aus der Speisekarte auswählen. So nehmen wir ein desayuno americano, das gerade ausreichend ist, wenn auch der Kaffee sehr dünn ist.

Beim Checkout haben wir einige Schwierigkeiten mit der Abrechnung, weil das Frühstück unserer Meinung nach inbegriffen ist, wir aber dem Kellner bereits 400 Pesos bezahlt haben. Zum Schluss klärt sich aber alles auf und wir bezahlen 3460 Pesos für alles zusammen.
Nach der Abfahrt machen wir noch ein Foto vom Aussichtspunkt, weil das Licht anders ist als gestern Abend.

Schon unterwegs werden wir durch die Denkmäler darauf aufmerksam gemacht, welche Helden den Dörfern ihre Namen gegeben haben.
Es ist natürlich Pater Hidalgo, der am 16. September 1810 zum Kampf gegen die Kolonialmacht Spanien aufrief.
Eine Stunde später sind wir in Dolores Hidalgo und finden 500 m vor der Plaza einen bewachten Parkplatz.
Wir spazieren um den Platz herum, fotografieren den Helden vor seinem Denkmal und schauen uns die Kirche an, die uns sehr gefällt, Im Gegensatz zu dem protzigen Portal mit den übermäßigen Verzierungen ist sie nämloich im Innern sehr schlicht gestaltet.

Pater Hidalgo ist der Held in dieser Gegend. Der Ort gilt deshalb als Wiege der mexikanischen Unabhängigkeit.

Außer der Plaza gibt es in dem Ort nicht viel zu sehen, so trinken wir einen Cappuccino (mit Vanille aus Plastikbechern) und fahren weiter in Richtung Guanajuato.

Es geht über die Berge bis auf 2600 m Höhe und über viele Serpentinen wieder hinunter in die Stadt.
Unsere Navigon App führt uns auch gut zum dem Hotel Misión Guanajuato, wobei wir bei der Anfahrt schon einen Vorgeschmack von engen Durchfahrten über holprige Steinwege bekommen.

Wir werden an der Rezeption freundlich empfangen und bekommen die Zimmer 217 und 218. Die sind geräumig und ansprechend mit alten Holzmöbeln ausgestattet. Wir sind sehr zufrieden; viel besser als gestern. Das Haus ist sehr gepflegt, liegt am Hang und sehr ruhig außerhalb des Ortes.
Danach machen wir uns auf zur Erkundung von Guanajuato. Es gibt einen Stadtrundgang zu den Sehenswürdigkeiten des Historischen Zentrums, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Den wollen wir machen. Vorher müssen wir aber noch einen Parkplatz ansteuern.
Was wir nicht wissen: Auf dem Stadtplan sind viele Straßen verzeichnet, die als Tunnel unter der alten Minenstadt verlaufen, in der man früher Silber abgebaut hat. So verlieren wir uns erst einmal in dem Gewirr der unterirdischen Tunnel und sind froh, wieder ans Tageslicht zu kommen. Hinter der Universität finden wir dann in einer kleinen Gasse einen Parkplatz, der nicht so weit weg ist vom Historischen Zentrum. Rechts auf dem Bild ist der Aufgang zur Universität zu sehen.
Aber dann klappt es doch mit unserer Orientierung. Von der Calzada Guadalupe aus erwandern wir zu Fuß die schmalen bunten Gassen mit den alten Fassaden, staunen über die engen Eingänge, die steilen Straßen und die Tunnelausfahrten.
Wir müssen uns erst einmal daran gewöhnen, dass viele Straßen im Untergrund verschwinden und andere durch ein Tor wieder erscheinen.


Hier der Tunnelausgang - im Hintergrund auf dem Berg die riesige Heldenfigur von El Pípila.

Die Straßen und Gassen sind sehr eng und man muss über viele Treppen gehen.

Es ist sehr schwer sich in der Stadt zurecht zu finden. Wir müssen oft stehen bleiben und uns anhand des Stadtplans orientieren, wo wir uns eigentlich gerade befinden.
Sehr gut gefällt uns der Spaziergang durch den Jardin Unión. Der kleine Park hat viel Atmosphäre. Rund um den Park gibt es viele Restaurants, Bands machen Musik und die Leute genießen den schönen Nachmittag auf den Bänken oder einfach auf irgendwelchen Treppenstufen. Es gibt viele Denkmäler, Springbrunnen und Skulpturen auf den Plätzen. Die bunten Fassaden, Häusereingänge und schmalen Gassen reizen zum Fotografieren.
Hier eine kleine Fotosammlung mit einigen Eindrücken von unserem Rundgang durch die Stadt.
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In der Stadt gibt es viele PLätze mit Brunnen und Denkmälern

 

Beim Rückgang zu unserem Auto suchen wir vergeblich den Aufzug zu dem Monument, von wo man einen so tollen Blick über die Stadt haben soll. Nach vielen Fragen und falschen Hinweisen sehen wir schließlich die riesige Heldenfigur von El Pípila auf der anderen Seite des Tals und gelangen über die Carretera Panoramica mit Hilfe von unserem Navi und etwas Menschenverstand auch dorthin.

"El Pípila" heißt auf deutsch "der Fasan" und ist der Spitzname von Juan José Martinez, einem indianischen Minenarbeiter, der wegen seines fleckigen, dem Gefieder eines Truthahnes ähnlichen Gesichts so genannt wurde. Als 1810 der Aufstand gegen die Spanier unter Führung von Miguel Hidalgo ausbrach, erreichten die Rebellen wenige Tage darauf San Miguel de Allende, wo sich auch Juan José Martínez ihnen anschloss.

Am 28. September 1810 griffen sie Guanajuato an. Die Verteidiger verschanzten sich in der Alhóndiga de Granaditas, dem festungsartigen Kornspeicher der Stadt. Die Rebellen schlugen sich bis zu dem Speicher durch, gerieten dort aber in das Abwehrfeuer der Verteidiger.
Der einzige Ansatzpunkt für die Angreifer, um in das Gebäude vorzudringen, waren die hölzernen Tore. El Pípila soll sich daraufhin einen großen, flachen Stein als Schutz gegen die Kugeln der Verteidiger auf den Rücken gebunden haben und zu den Toren der Alhóndiga de Granaditas gekrochen sein. Die hölzernen Portale soll er dann mit einer Fackel entzündet haben. Wenig später waren die Tore zerstört, was die Erstürmung des Kornspeichers und damit die Einnahme von Guanajuato ermöglichte. Seither wird er als Held verehrt.

Der Blick von hier oben im Abendlicht auf die Stadt ist wirklich fantastisch. Wir fotografieren viel und ich stelle aus den  Einzelaufnahmen ein Panoramafoto her.
Es ist schon halb sieben, als wir in der Misión ankommen und wir beschließen den Tag mit Margaritas und Brisas del Mar, die richtig gut sind. Wir lernen nun auch den echten Mescal kennen.

Die Dollarzeichen werden für den mexikanischen Peso verwendet.50 Pesos entsprechen etwa 2,50 €.
Jedenfalls ist es der richtige Aperitivo fürs Abendessen, das wir als einzige Gäste im Lokal einnehmen. Alle Kellner und und Köche sind sichtlich bemüht, uns zufrieden zu stellen.

Das klappt auch vorzüglich und wir sind dicke satt von den gefüllten Champignons, Fisch und Schweinerippen. Dazu gibt es Brot, Nachos und verschiedene Saucen.
Zusammen mit 5 Flaschen Bier, 3 Gläser Wein und allen Speisen bezahlen wir für alle zusammen 1200 Pesos, was 66 € entspricht. So lässt es sich preiswert hier leben.

Mittwoch, 12.2. 2014

Es ist ziemlich kühl, als wir um 8:00 Uhr beim Frühstück sitzen. Wir brauchen viel Kaffee zum Aufwärmen, der wieder ziemlich dünn ist. Aber dafür sind die Spiegeleier mit Schinken gut und der Service auch.

Kurz vor halb zehn sind wir auf Achse in Richtung Morelia. Wir müssen dreimal Maut bezahlen (65, 162 und 15 Pesos).

Für unseren Abstecher nach Cuitzeo müssen wir nämlich von der Schnellstraße abfahren und nochmals Maut bezahlen.

Cuitzeo gehört zu den "magischen Dörfern", das sind Orte in Mexiko, die sich wegen ihrer besonderen historischen Vergangenheit und ihrer gepflegten Anlagen auszeichnen. Inzwischen gibt es 40 Orte mit dieser Bezeichnung. Der größte Teil liegt in dem kolonialen Mexiko.


Der historische Kern mit dem alten Augustinerkloster von 1517 ist sehr urtümlich. Wir spazieren durch die Stadt und spüren, dass man hier auf dem Land und weit weg von der Touristenroute ist. Wir sind nämlich die Einzigen, die sich für den Ort interessieren.

Anschließend fahren wir nach Morelia hinein und finden auch neben dem Hotel Misión Catedral eine Parkgarage, wo wir unser Gepäck ausladen und den Wagen abgeben können. Das ist sehr günstig, denn das Hotel befindet sich direkt an der Hauptstraße gegenüber der Kathedrale, wo viel Verkehr herrscht und kein Parkplatz zu finden ist..
 

An der Rezeption sind alle freundlich und auskunftsbereit, aber die Zimmer 217 und 219 sind sehr schlecht. Sie sind zwar geräumig, aber ohne Fenster. Die Türen führen auf das Treppenhaus hinaus, wo ein bisschen Luft herkommt - allerdings auch Lärm. Es gibt nur einen Stuhl, keine Ablage und keine Stellfläche am Waschbecken, keine Steckdose am Schreibtisch und keinen Fön. Wir sind sehr enttäuscht und unsere Beschwerden an der Rezeption bringen auch nichts, denn das Hotel ist voll belegt.

Um 15:30 machen wir mit dem Trolleybus eine Runde um das historische Zentrum, das auch UNESCO-Weltkulturerbe ist. Die einstündige Fahrt für 65 Pesos ist ganz informativ und erklärt die Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Es ist viel Betrieb auf den Straßen dieser Stadt, die 600 000 Einwohner hat und fast 2000 m hoch liegt. Wegen der gut erhaltenen historischen Gebäude gehört sie zu den meistbesuchten Städten des kolonialen Mexikos. Der Verkehr quält sich stinkend und qualmend durch die engen Gassen. Erst am Aquädukt wird es ruhiger. Die Stadt ist bei weitem nicht so schön wie Guanajuato oder Miguel de Allende, sie hat einfach zu wenig Flair. Dafür ist aber das Zentrum von MIchoacán, der Provinz mit den meisten Drogen-Kartellen und dem größten Kokain-Anbau.


Wir fahren an vielen schönen alten Häuserfronten aus der Kolonialzeit vorbei, über viele Plätze mit Denkmälern und Springbrunnen.
Schließlich halten wir an der Kirche San Francisco, die eine atemberaubende Innenausstattung hat. Ich habe noch niemals so viel Gold in einer Kirche glitzern sehen. Hier drei Aufnahmen davon:
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Blick in die Kirche San Francisco in Morelia

Nach der Rundfahrt spazieren wir um die Kathedrale, durch die umliegenden Straßen, bis wir an den Jardin de las Rosas kommen. Dort nehmen wir einen Happy Hour Drink und sind erstaunt, dass im Restaurant das Bier 18 Pesos kostet. Das ist umgerechnet 1 Euro!
 

Das Abendessen nehmen wir in der Huerta de los Jesuitos ein, nachdem wir festgestellt haben, dass unser Hotel gar kein Restaurant hat, sondern nur eine Bar im 5. Stock.

Das mexikanische Büffet für 88 Pesos (= 4,50 €) ist natürlich sehr preiswert, aber auch typisch mexikanisch.

Der nachfolgende Absacker in der Bar unseres Hotels (Tequila, Mescal und Bailey´s) kostet genau so viel.

Dafür hat man aber von hier oben einen fantastischen Blick auf die angestrahlte Kathedrale und die erleuchte Plaza unter uns.

Anschließend gehen wir in unser muffiges Zimmer, schlafen aber trotzdem ganz gut.

 

Donnerstag, 13.2. 2014

 

Sonnenaufgang über Morelia - Blick vom 5. Stock des Hotels aus

Das Frühstück im Keller (auch ohne Fenster) ist ärmlich; es sind aber immerhin Cerealien da, Obst und Saft bestellen wir - dazu Spiegeleier mit Toast. Das muss reichen.

Um kurz vor 10 starten wir zu unserem Ausflug nach Pátzcuaro, das wir ziemlich schnell über die Autopista erreichen. Der Ort liegt inmitten von Pinienwäldern am Pátzcuaro See, einem der höchstgelegenen Seen Mexikos. Wir wollten unbedingt die Schmetterlingsfischer , die mit ihren Flügelnetzen zu einem Wahrzeichen Mexikos wurden. Sie sind außerdem auch auf der 50-Peso-Banknote abgebildet.
Pátzcuaro ist ein Ort, der zu den "Pueblos Magicos" gehört und nichts von der Hektik der Städte hält. Hier ist das Leben noch in Ordnung. Rund um die Plaza hält man ein Schwätzchen, während die Bauern ihre Verkaufsstände aufbauen. Zu dem Markt kommen alle, die etwas verkaufen wollen. Sogar den Tauschhandel gibt es hier noch.

Die Atmosphäre dieses Ortes hat uns schnell eingefangen, als wir über die Plaza, die Straßen mit den Verkaufsständen und den bunten Häuserzeilen schlendern.
Es ist total friedlich hier; keine Hast und keine Hektik. Jeder genießt den Tag, plaudert mit den Bekannten und bietet seine Waren an. Es gibt keine Marktschreier, keine aggressiven Verkäufer und keine Diebe.
Bei der Weiterfahrt zur Anlegestelle merken wir, wie sehr wir auf dem Land sind. Die Nebenstraßen sind gepflastert, zum Teil nicht asphaltiert und sehr eng. Am Anleger warten zig Boote auf Ausflügler zur Insel Janitzio.
Für 50 Pesos fahren wir zusammen mit einem bunten Völkchen von 80 Mexikanern über den See zur Insel Janitzio. Viele Familien machen heute einen Ausflug dorthin.
Unterwegs wird gesungen, gegessen, getrunken und die Kinder fuchteln mit Fischernetzen durch die Luft, die als Kennzeichen der Fischer von Janitzio von den Souvenirverkäufern angeboten werden. Die Musik gehört einfach dazu und wird von den Mexikanern erwartet. Alle haben gute Laune und sind total entspannt.
Als wir uns der Insel mit dem riesigen Monument auf dem Hügel nähern, kommen die Fischerboote heran und schlagen ihre berühmten Schmetterlingsnetze auf. Sie machen das nur ganz kurze Zeit und kommen an das Boot um für die Fotos zu kassieren. Zum Filmen hat man gar keine Zeit gehabt. Sehr schlau.
So schaffe ich es auch nicht, ein Video zu machen, obwohl das Schauspiel mit den schwingenden Netzen sehr spektakulär aussieht.
Bei der Ankunft tanzen indianische Kinder nach den alten Rhythmen und erhoffen sich eine Anerkennungsgabe von den Touristen. Danach müssen wir die vielen Treppen zum Monument hochsteigen.
Der steile Weg nach oben ist eine einzige Souvenirmeile. Die Fischer leben heute nicht mehr vom Fischen, sondern vom mexikanischen Ausflugs-Tourismus. Wir klettern nicht nur den Berg hoch, sondern auch im Innern der Riesenstatue des Helden Morelos bis in die Spitze. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf den See.
Die Statue ist viel größer als wir vermutet haben. Im Innern erklärt eine Bildergalerie die mexikanische Revolution und die Taten des Helden. Der Maler Ramón Alva de la Canal hat hier das Leben des Heldens dargestellt. Nachdem wir die Wendeltreppe bis in die Spitze des Denkmals hochgeklettert sind, können wir von oben auf den See und die Landschaft Michoacans hinunterblicken.

Für den Rückweg benutzen wir den schmalen Fußpfad zur Anlegestelle hinunter, wo wir noch ein kühles Bier trinken.

Bei der Rückfahrt am Nachmittag treffen wir auf dem Schiff die meisten Leute wieder, die mit uns hergekommen sind. Kinder und Eltern sind zufrieden mit dem Ausflug auf die Insel.

 

Nach Morelia finden wir anschließend ganz schnell zurück und nehmen noch einen Happy Hour Drink oben in der Bar auf der Dachterrasse. Ein Glas Wodka kostet hier 55 Pesos (= 3 €), eine ganze Flasche kostet 550 Pesos. Kein Wunder, dass bei den jungen Leuten ringsherum die Flaschen auf den Tischen stehen...

Abends essen wir ausgezeichnet ein paar Häuser weiter auf der Avenida Madera im Boutique Hotel. Die Bruschettas sind hervorragend, Minestrone, Spaghetti und Shrimps auch. Wir gönnen uns dazu eine Flasche Sauvignon Blanc aus dem Languedoc und sind sehr zufrieden.
 

Freitag, 14.2. 2014

 

Das Frühstück ist wieder miserabel. Toast gibt es heute nicht - wir sollen die Spiegeleier halt auf die Brötchen legen, wird uns signalisiert..

Wir spazieren noch einmal um die Plaza herum, die heute für den Autoverkehr geschlossen ist, weil der Gouverneur kommt. Überall stehen Soldaten und Polizisten.

Solch eine Straßensperre ist eine feine Sache, denn jetzt können wir die Kathedrale in Ruhe fotografieren. Man kann sich sogar mitten auf die Straße stellen, ohne umgefahren zu werden.

Wir schauen uns die Kathedrale von innen an, die gestern geschlossen war. Auf dem Vorplatz zur Kathedrale üben die Mädchen ihren Begrüßungstanz für den Gouverneur ein.

Der Bischof hält fürs Fernsehen eine Begrüßungsrede und die Militärkapelle marschiert auf.


Wir besuchen in dieser Zeit das Museum de Estado, was wir am Vortag nicht geschafft hatten:


Eine Schulklasse ist auch dort. Das Museum zeigt aber nicht die Geschichte des Landes, sondern die Entwicklung der Region Michoacan und des Stammes der Tararascas, die hier leben.

Da wir erst am Nachmittag von Morelia wegfahren wollen, haben wir noch etwas Zeit für eine Besichtigung. Zuerst schauen wir noch in der Universität vorbei, spazieren über die Avenida Madera, wo die Geschäftsleute jetzt in den Cafés sitzen. Wir werden zum ersten Mal auf die Personen  an den Nebentischen aufmerksam, die mit ihren abgestellten Koffern neben den Tischen wie Drogenbosse aussehen, die gerade einen Deal abschließen.
Um kurz vor 12:00 Uhr checken wir aus und manövrieren uns durch die gesperrten Straßen. Aber es klappt gut, denn es ist nicht viel Verkehr.

Wir verfahren uns zwar auf der Autopista, weil wir der Navi App nicht vertrauen, aber um 15:00 Uhr sind wir auf der 57 D, die nach Mexico City führt.

In der Casona trinken wir einen gepflegten Cappuccino und machen uns dann mit vollem Tank (650 Pesos) und voller Zuversicht auf das letzte Teilstück zum Flughafen nach Mexico City. Unterwegs werden wir natürlich mit einigen Straßensperren aufgehalten - aber das ist nichts Ungewöhnliches in Michoacan.

Die Autobahn wird durch Polizeifahrzeuge blockiert und alle Fahrzeuge werden angehalten und kontrolliert.

Die richtige Abfahrt auf die neue Autobahn verpassen wir und geraten so mitten in die Stadt, die an diesem Freitagnachmittag natürlich chaotischen Autoverkehr aufweist. Wir wundern uns, dass wir nirgendwo ein Schild "Aeropuerto" entdecken, wo wir doch in unserer Navi-App den Straßennamen für die Hertz-Vermietstation richtig eingegeben haben.
Aber wie in Queretaro haben wir nicht bedacht, dass es in einer 22-Millionen-Stadt diese Straße wahrscheinlich mehrmals gibt. So finden wir uns plötzlich im Stadtteil Chapultepec wieder, von wo es sehr schwierig ist, den Flughafen zu finden.

Als letzten Ausweg geben wir in unser Navi die Adresse von der Hertz-Station in der Calle Leibnitz ein und fahren dorthin.
Mit dem Taxi fahren wir durch die total verstopfte Innenstadt zum Flughafen. Das kostet uns 500 Pesos extra (25 Euro), aber wir ärgern uns nicht, sondern lauschen dem gesprächsfreudigen Taxifahrer, der uns während der einstündigen Fahrt mit Stop and Go viel über die Stadt Mexico und die Mexikaner erzählt. Besonders beeindruckt hat ihn, dass heute der Drogenboss "El Chapo" geschnappt worden ist.

Kurz vor 20:00 Uhr kommen wir im Hotel Hilton Mexico Aeropuerto an, das am Ausgang 8 des Terminal 1 liegt und über einen Aufzug erreicht werden kann. Der Gepäckträger zeigt uns den Weg.

Das Einchecken geht problemlos, da alle Daten vorliegen. Wir bekommen Zimmer 207 und 226 und sind ganz zufrieden, obwohl die Räume ziemlich warm sind, keine Fenster haben und ziemlich laut durch die immerfort laufenden Ventilatoren sind.

Nach einem kühlen Bier und einem leichten Abendessen geht es uns besser. Wir machen noch einen Spaziergang zur Puerta 4, wo Interjet morgen abfliegt, die wir für unseren Flug nach Los Cabos gebucht haben. Wir erfahren, dass wir 2 Stunden vor Abflug - also um 8:30 Uhr - dort sein müssen.

Samstag, 15.2.2014

Das Frühstück im Hilton ist wirklich erstklassig: tolle Früchte, gute Eierkochstation und exquisite Kleinigkeiten. Die 250 Pesos dafür sind im Zimmerpreis inbegriffen. Schon um 7:00 Uhr sitzen wir dort, als gerade die Sonne aufgeht.


Frühstücksbüffet im Hilton Mexico Aeropuerto

Wir fliegen fast pünktlich ab und landen 2 Stunden später in Los Cabos. Die 32°C merken wir sofort - es ist ein anderes Klima hier in Baja California..

Baja California

Auch der Flughafen und die Umgebung des Flughafens sehen total anders aus: Irgendwie scheint hier eine Wüste zu sein, als wir aus dem Fenster schauen. Alles ist sehr trocken und Sand und Steine sind überall um die Palmen aufgehäuft.
Drogenhunde laufen über das Gepäck und wir haben sehr schnell unsere Koffer.Leider geht das nicht so schnell bei Hertz, denn wir werden erst einmal zur Station gefahren, die eigentlich gar nicht weit weg ist. Aber alles dauert lange und der Wagen ist noch nicht fertig.
Mit allen Formalitäten und unserem Versuch, in die Navi-App eine Straße als Ziel in La Paz einzugeben, dauert es bis 13:45 Uhr, bis wir losfahren können. Unsere Uhren haben wir schon eine Stunde zurückgestellt.
Unser Chrysler Town and Country ist zwar größer als das vorige Auto und hat erst 3172 km gelaufen, ist aber nicht ganz so komfortabel. Der Tank ist leer und wir müssen erst einmal eine Tankstelle in der Nähe finden. Das gelingt uns auch und wir tanken 53 Liter für 670 Pesos ( = 36 € ). Das ist im Verhältnis zu den Preisen bei uns in Deutschland ziemlich billig.

Dann geht es auf die Reise über den Highway Nr. 1 nach Norden. Die Straßen sind gut, wenig befahren und nur ab und zu gibt es eine Umleitung wegen Bauarbeiten, die uns klar macht, dass wir hier in der Wüste sind.

Beim Blick auf die Schilder neben der Straße sehen wir, dass wir uns auf der Nationalstraße 1 befinden und damit wieder auf der Panamericana sind. Mit den Kilometerangaben begreifen wir aber auch, dass die Strecke von hier bis zur amerikanischen Grenzen 1500 km lang ist. Und asphaltiert ist sie nicht überall, wie wir das schon in Nicaragua erlebt haben. Das bedeutet dann jeweils eine Fahrt über die Sandpiste mit entsprechenden Staubwolken, die uns eindecken, wenn uns Fahrzeuge entgegen kommen:

Wir haben etwas Schwierigkeiten mit der Navigation, weil das Kabel vom Smartphone nicht bis zur Fahrzeugsteckdose reicht, aber nach einiger Fummelei klappt es doch und wir sind kurz vor 16:00 Uhr in La Paz.

Bei unserer Ankunft im Hotel Club El Moro in La Paz ist der Empfang an der Rezeption ziemlich kühl; wir bekommen die Zimmer 7 und 8 auf der 1. Etage mit Blick auf den Pool und durch die Bäume auch aufs Meer.
Das nutzen wir direkt für eine Happy Hour auf dem Balkon. Die geräumigen Zimmer mit Loft sind mit Kitchenette und großem Kühlschrank ausgerüstet. Alles reicht für einen längeren Familienurlaub hier, aber wir brauchen das alles gar nicht.

                                                          Abendstimmung im Club Los Moros in La Paz

Zum Abendessen gehen wir über die noch nicht ganz fertig gestellte Promenade in das Restaurant Las Brisas. Die Nachos mit leckerer Sauce gefallen uns schon mal als Vorspeise, aber leider sind die Hauptgerichte (Seebrasse, Tunfisch und Lobster) nicht überragend. Aber der Ober ist freundlich und wir können mit Kreditkarte bezahlen.

Sonntag, 16.2. 2014

Es wird schon warm beim Sonnenaufgang; die Temperaturen sind deutlich höher als in Mexico City. Das Frühstück in dem kleinen Familienrestaurant an der Straße, das auch zum Club gehört, ist ganz ordentlich, wenn auch alles etwas lange dauert.

Um 10:00 Uhr starten wir nach Loreto. Das sind 360 km und die Strecke zieht sich lang hin. Es geht erst einmal durch durch die gebirgige und trockene Sierra Giganta und wir merken an den Pflanzen, dass es eine Halbwüste ist.


Rasthaus auf dem Highway 1 in der Wüste

Die Panamericana macht hier einen tristen Eindruck. Die Straßen sind gut asphaltiert, aber links und rechts ist weißer Wüstensand und es kommt uns kaum ein Auto entgegen. Nach 3 Stunden haben wir mit einigen Fotopausen erst 160 km geschafft. In Ciudad Constitucion trinken wir einen Cappuccino in einem alternativen Starbucks Café und sichten nach einer weiteren Stunde zum ersten Mal das Meer.

Wir entdecken jetzt auch die ersten schönen Buchten. Der Himmel ist blau und wolkenlos. Viele Campingwagen stehen dort, einige einfache Ferienhäuschen und gelegentlich auch Zelte.
Die Cortez-See, wie hier der Teil des Pazifiks genannt wird,  ist fantastisch blau und das Wasser schimmert türkisgrün. Die Landschaft ist total friedlich und das Meer ruhig.
Die Straße führt dann näher am Meer entlang und wir bleiben oft für ein Foto oder einfach für den schönen Ausblick stehen. In El Escondido liegen einige Yachten am Strand und es sind auch Feriengäste dort. Im Wasser oder am Strand sieht man jedoch keinen.
In Loreto finden wir das Hotel Misión Loreto sofort. Es ist kein altes Kloster, sondern ein modernes Luxus-Hotel direkt an der Strandpromenade. Der Empfang ist nicht besonders freundlich und hilfsbereit. Wir bekommen Zimmer 307 und 308 auf der 3. Etage mit Bergblick. Alles ist sehr schön und wir sind sehr zufrieden.
 

Nicht zufrieden sind wir allerdings damit, dass man uns direkt mit 800 Dollar die Kreditkarte belastet. Da müssen wir erst ein Beschwerdegespräch führen, damit es rückgängig gemacht wird.

Man merkt, dass hier alles auf amerikanische Feriengäste abgestimmt ist. Einen Badebetrieb gibt es gar nicht, sondern nur Ausflugsfahrten zum Angeln, Hochseefischen oder zur Walbeobachtung. Ganz anders, als wir uns das vorgestellt haben.


Außer der alten Missionskirche, die die Jesuiten hier 1697 gebaut haben, hat der Ort keine Sehenswürdigkeiten. Wir schauen uns die Kirche an und spazieren über die mit einer Hecke überwachsenen Fußgängerzone. Es gibt zwar ein paar Souvenirläden, aber außer uns keine Besucher.
Unser Spaziergang durch den Ort ist enttäuschend. Wir hatten uns einen lebhaften Ferienort vorgestellt, aber hier ist an diesem Sonntagnachmittag tote Hose. Das ist uns völlig unverständlich.

 Wir finden nur mit Mühe ein geöffnetes Restaurant, in dem wir zum Sonnenuntergang ein Bier trinken können. Für eine gemütliche Happy Hour eignet sich nämlich das "Mediterraneo" nicht.

Zum Abendessen bleiben wir im Hotelrestaurant. Der Ober kommt sofort an unseren Tisch und verkündet, dass es heute Abend keinen Fisch gibt. Wir sind entsetzt. Die Möhrensuppe als Suppe des Tages ist geschmacklos, die Fajitas mit Chicken aber heiß und ordentlich.

Nachts springt ab und zu die Klimaanlage des Hotels an und macht ärgerliche Geräusche.
 

Montag, 17.2. 2014

 

Hans ist früh aufgestanden und hat schon den wunderschönen Sonnenaufgang über dem Cortez-Meer fotografiert.

Es ist fantastisches Wetter und schön warm. Wir tanken, weil wir nach Mulegé wollen. Bisher haben wir etwas mehr als 10l /100km gebraucht.

Zunächst geht es wieder durch die Sierra de Gigantes nach Norden.
Die Straße führt vom Meer weg und es wird hügelig.

Als wir in die Berge kommen, geraten wir in die Kontrolle der Militärpolizei, die uns aber sehr freundlich durchlässt, weil wir erklären, dass wir als Deutsche Mexiko und die Mexikaner sehr sympathisch finden.
Als sich die Straße wieder dem Meer nähert, sehen wir die ersten hellen Sandstrände und auch einzelne Wohnwagen am Meer. Drei große Campingplätze befinden sich an der Strecke, aber es ist kaum ein Mensch zu sehen. Eigentlich seltsam, denn die Buchten sehen malerisch aus.
Gegen 12:00 Uhr sind wir in Mulegé und schauen uns das kleine Oasenstädtchen an.

Offiziell darf sich Mulegé Heroica Mulegé nennen. Dieser Titel geht auf den Krieg der Amerikaner mit Mexiko in den Jahren 1846–1848 zurück. General Santa Ana belagerte die berühmte Festung Alamo in San Antonio in Texas und nahm diese auch ein. Die Truppen der Vereinigten Staaten versuchten im Gegenzug die gesamte Halbinsel Niederkalifornien für die Vereinigten Staaten zu erobern. Sie belagerten auch Mulegé. Die Anwohner von Mulegé und der umliegenden Dörfer schlugen die US-amerikanische Armee in die Flucht. Mulegé wurde nicht erobert. Zur Belohnung dieser Verteidigung bekam Mulegé den offiziellen Titel Heroica Mulegé.

Eigentlich gibt es außer der alten MIsión Santa Rosalia, die im Jahre 1754 von den Jesuiten erbaut wurde, nichts Besonderes zu entdecken in diesem Ort mit 4500 Einwohnern.

Leider sind die Informationstafeln schlecht oder gar nicht mehr lesbar, sodass es nicht einfach ist, den geschichtlichen Verlauf dieses alten Klosters zu verfolgen.

Mulegé hatte sich früher vor allem dadurch entwickelt, dass ein Fluss 2 km vor dem Ozean hier ein Tal mit Wasserreichtum bildete, das den Anbau von sämtlichen Südfrüchten und Gemüsen ermöglichte. Zusammen mit dem Fischreichtum des Meeres bildete sich hier eine reiche Oasenstadt aus.

Nach einem Spaziergang durch das Örtchen beschließen wir, auf die Fahrt zu den Höhlenmalereien in der Sierra de Guadeloupe zu verzichten und machen uns auf den Rückweg.

 

Um 15:30 Uhr sind wir wieder in Loreto und spazieren über die Mole am Hafen und am Strand vorbei.

Alles ist leer und ziemlich trostlos; lediglich am Hafen sitzen ein paar Fischer und wollen uns Ausflüge verkaufen.

                                                                      Denkmal am Hafen von Loreto

Abends ist die Küche im Hotel total überfordert, weil zwei große Gruppen da sind. Der Ober bringt uns zwar wegen der langen Wartezeit eine kostenlose Portion Nachos, aber auch das nachfolgende Essen ist nur durchschnittlich.

Als wir ins Bett gehen, ist wieder das grummelnde laute Geräusch von den Ventilatoren aus der Küche zu hören. Es ist eigentlich unerträglich.

 

Dienstag, 18.2. 2014

 

Das Frühstück ist in Ordnung und das Omelett aus der Küche ist gigantisch. Man merkt den Einfluss der amerikanischen Touristen in diesem Ort. Um 10:00 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Puerto San Carlos.


Die Strecke von Loreto nach Puerto San Carlos beträgt 205 km und führt quer über die Halbinsel vom Mar de Cortéz zum Pazifischen Ozean.
Nachdem wir noch gar nicht weit gefahren sind, ist die schmale Straße zwischen Gebirge und Meer durch herabfallende Felsbrocken blockiert. Wir steigen aus und schauen fasziniert zu, wie immer wieder neue Felsbrocken am Hand herunter kommen. Wir müssen eine Weile warten, bis alles weggeräumt ist. Es ist ganz spannend zuzuschauen, wie die Feuerwehr und die zu Hilfe gerufenen Bagger die Felsbrocken zur Seite räumen und die Straße wieder befahrbar machen. Erstaunlicherweise dauert das gar nicht so lange.
In Ciudad Constitucion machen wir wieder eine Kaffeepause und sind dann schon gegen 13:30 Uhr in Puerto San Carlos. Das ist eigentlich viel zu früh für den Bezug der Zimmer. Am Eingang des Ortes sehen die Schilder nicht unbedingt vertrauenserweckend aus:

Die Anlage "Mar y Arena", die wir gebucht haben, sieht aber von weitem ganz schnuckelig aus:
Der Eigentümer Fito Gonzales begrüßt uns, mit dem ich schon vor einigen Monaten Kontakt aufgenommen hatte wegen der Bungalows und der Walbeobachtungstour. Er ist sehr freundlich und erklärt uns, dass die Bungalows gegen 15:00 Uhr fertig zum Bezug wären und dass wir uns doch bis dahin ein wenig im Ort umschauen sollten.

                                                           Fot mit Fito Gonzales, dem Besitzer der Anlage
So machen wir also erst einmal eine Rundfahrt durch das Dorf und sind leicht geschockt über die ärmlichen Hütten, den Staub, den Dreck, den Müll und den Gestank. Es ist halt ein einfaches mexikanisches Fischerdorf. Wir schauen uns auch den Embarcadero an, also die Anlegestelle, an der wir morgen zu der Walbeobachtungstour auslaufen sollen.

                                                                Häuserfront in Puerto San Carlos

Als wir unsere Häuschen zugewiesen bekommen, erkennen wir, dass hier alles noch im Aufbau ist und dass die Versprechungen, die man uns gemacht hat, nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Das ist zum Beispiel die Villa Estrella del Mar mit der Terrasse.
Der Waschtisch im Bad besteht aus einer Blechschüssel, in die ein Kupferrohr hineinragt. Aus mexikanischer Sicht ist das vielleicht sehr kreativ und modern gedacht, aber die technische Ausführung ist primitiv und wenig attraktiv.
Anschließend beziehen wir die beiden Bungalows "Estrella del Mar" und "Mangre". Zuerst sind wir leicht geschockt, dann nehmen wir aber alles mit einem leichten Schmunzeln zur Kenntnis: Sie liegen 20 m vom Strand entfernt im Sand. Stimmt eigentlich alles. Leider sind sie halb fertig, alles ist sehr primitiv eingerichtet und nicht gerade fachgerecht zusammengeschustert, aber eben mit gutem Willen als mexikanisches Ferienhaus mit einem Queenbed und einem Twin plus einem Sofabed für eine Familie anzusehen, die nicht viel Geld ausgeben - obwohl die 80 Dollar, die wir dafür bezahlen, ziemlich viel sind. Die obere Etage ist noch nicht fertig und überall wir gemauert und installiert.

                     Das ist der Wohn- und Schlafraum mit der Kommode und dem alten Minifernseher in der Mitte
Alles wird in Eigeninitiative von Fito Gonzales´ Familie errichtet. Es muss halt alles mit möglichst wenig Geld fertig gestellt werden. So nehmen wir einen Happy Hour Drink auf der Terrasse des Bungalows und genießen einfach die Super-Margarita, die Carlos für Inge und Ute gemixt hat und das Modelo-Bier mit Crema, das er für Hans und Paul gezapft hat.

Gleichzeitig haben wir ihm schon unseren Wunsch für das Abendessen mitteilen müssen, denn es gibt Haifisch-Steaks. Die müsse er vorher nämlich für uns marinieren, erklärt er.

Also machen wir vorher noch einen Strandspaziergang und Ute fotografiert den Sonnenuntergang am Strand von Puerto San Carlos:

Zum Abendessen im Restaurant bekommen wir erst einmal scharf gewürzte Nachos zu unseren Cervecas, danach wird der Haifisch serviert. Der ist wirklich sehr lecker, aber die Steaks sind ziemlich klein. Wir müssen uns mit Reis, Gemüse und geröstetem Brot den Hunger stillen. Aber wir werden alle satt.

Das Haifisch-Steak mit Reis und Gemüse

Das Restaurant
Nach dem Abendessen marschieren wir bei Vollmond und hellem Jupiter in unseren Bungalow, der glücklicherweise nicht so kühl ist wie der Wind, der draußen weht.
 

Mittwoch, 19.2.2014


Fito Gonzales hat uns gesagt, dass sein Bruder uns morgens um 8:00 Uhr zur Anlegestelle führen wird; wir sollten ihm mit unserem Auto hinterherfahren.

Wir beeilen uns sehr und sitzen deshalb schon um 7:00 Uhr beim Frühstück. Viel zu früh, denn unsere bestellten Eier kommen eine dreiviertel Stunde später. Danach müssen wir uns unheimlich beeilen, um hinter dem Pickup von Fitos Bruder zum Anleger zu kommen.

Ich bin stinksauer: Meine kleine Lumix funktioniert plötzlich nicht mehr, weil der Wind den feinen Sand in die Lamellen des Objektiv-Verschlusses geweht hat und diese sich nicht mehr schließen. Das ist sehr ärgerlich und ich muss jetzt meine Unterwasserkamera verwenden.
An der Anlegestelle wartet Rogiero Toledo mit seinem Boot auf uns. Wir sind erstaunt, wie klein der Kahn ist. Er stellt sich vor und erklärt, dass er der Capitan ist und kein Englisch spricht. Wir ziehen unsere Schwimmwesten über und hoffen, dass es mit der Verständigung klappt. Der Capitan macht jedenfalls einen erfahrenen Eindruck. Dann sausen wir los.

Wir werden schon ungeduldig und entdecken nichts auf der Wasseroberfläche, während Rogiero Pfeiftöne von sich gibt und erklärt, dass wir nach den Fontänen Ausschau halten müssen. Erst nach mehr als einer halben Stunde Fahrt durch die Bahia Magdalena sehen wir die erste Fontäne und sichten wir den ersten Wal.
Es ist ein Muttertier mit einem Baby. Wir sind ganz begeistert, dass wir auf etwa 50 m herankommen. Danach sehen wir bei einem zweiten Pärchen deutlich die Umrisse neben uns in dem klaren Wasser. Beim Auftauchen filmen wir die beiden Wale. Es ist sehr beeindruckend.
Wir gucken uns die Augen aus nach anderen Walen und finden erst eine größere Gruppe, als wir 20 km weiter weg von der Küste sind. Leider tauchen sie oft wieder weg, wenn wir nahe genug heran sind. Aber dann gelingen uns doch ein paar schöne Aufnahmen.

Die 17-20 m langen Grauwale gebären hier ihre Jungen Ende Dezember bis Mitte Januar und ziehen sie dann auf, bis sie im März wieder nach Alaska in kältere Gewässer wandern.

Wir können jetzt auch beobachten, wie die Muttertiere zusammen mit den Babys auftauchen und dann wieder für 20 Minuten verschwunden sind.

Wir machen unserem Capitano klar, dass wir nicht eher zurück wollen, bis wir eine Fluke fotografiert haben - und das klappt sogar.

Die Walbeobachtungstour hat uns gut gefallen, sodass wir zu den 210 Dollars für die dreistündige Fahrt noch 200 Pesos Trinkgeld geben.

Bei unserer Abfahrt gibt es allerdings noch einige Probleme mit den 19% Steuern, die wir jetzt noch zur Übernachtung und zum Essen hinzuzahlen sollen. Um 13:40 Uhr geht es dann los in Richtung Ciudad Constitucion, wo wir zum dritten Mal in dem Café eine Pause mit einem Cappuccino einlegen und diesmal einige Muffins dazu nehmen, weil das Frühstück so miserabel war.

Den Rest der Fahrt nach La Paz erledigen wir schnell, weil wir auf dem Highway jeweils einen Land Rover als "Leithammel" finden, dem wir in gewissem Abstand mit 120 km/h locker folgen können. Ute und Hans geht das ein bisschen zu schnell, dafür sind wir aber schon um 16:00 Uhr in La Paz, wo wir uns wegen des ersten Besuchs auskennen.

Diesmal bekommen wir im Club El Moro die Zimmer 11 und 15, mit denen wir ganz zufrieden sind. Antonio mixt uns in der Poolbar eine gute Margarita als Happy Hour Drink, mit dem wir auf den ereignisreichen Tag anstoßen.

Abends fahren wir auf Empfehlung des Rezeptionisten mit dem Auto zum Restaurant "Las Tres Virgines", in dem wir stilvoll unter freiem Himmel speisen.


Donnerstag, 20.2. 2014

 

Nach unserem Frühstück schauen wir uns noch etwas in La Paz um, aber viel ist nicht zu besichtigen. In der Kirche wird gerade der Rosenkranz gebetet und rund um die Plaza ist nichts los. Also fahren wir los und sind 85 km weiter in Todos Santos am Hotel California.


Natürlich machen wir halt an dem berühmten Hotel California, schauen uns im Innern um und trinken auf der Terrasse einen  Cappuccino. Das Hotel ist vollgestopft von allerlei Krimskrams.

Und im Hof und auf der Terrasse im Garten sieht es nicht viel besser aus. Alles ist irgendwie auf die amerikanischen Touristen ausgerichtet. die dieses Hotel aufgrund des berühmten Songs von den Eagles unbedingt besuchen wollen.
Der Ort gehört zwar wegen der alten Kirche von 1734 zu den Pueblos Magicos, ist aber total verdorben durch die kitschigen Andenkenläden.
Beim Spaziergang durch das Örtchen und durch die kleinen Boutiquen und Souvenirshops stellen wir fest, dass alles auf amerikanische Touristen ausgerichtet ist, die von Cabo San Lucas hierhin einen Ausflug machen.

Bei vielen Ausstellungsstücken müssen wir lachen, besonders über die furchterregenden Gummihauben für die Motorradfahrer.

Inzwischen sind wir jetzt auf Meereshöhe und fahren an der Küste entlang nach Süden. Von Zeit zu Zeit sehen wir Palmen und Schilder, die auf schöne Strände hinweisen, die in den Reiseführern erwähnt sind. Es sind aber alles kleine Buchten, die über Sandpisten zu erreichen sind und sonst nichts drum herum aufweisen. Wegen der Wellen sind sie zum Surfen, aber weniger zum Schwimmen geeignet.

Also verzichten wir auf einen Besuch und fahren weiter bis nach Cabo San Lucas. Um 14:00 Uhr kommen wir dort an und halten wegen einer ersten Erkundung am Hafen.


Durch die Geldautomaten am Hafen merken wir sehr schnell, dass die Amerikaner hier die bestimmenden Touristen sind. Und in der Tat wird auch alles in Dollars gehandelt.
Viele Fischer sprechen uns wegen einer Tour oder eines Wassertaxis an, aber wir winken erst einmal ab, denn alle Aktivitäten werden hundertfach angeboten und wir müssen erst einmal die Preise vergleichen. Nach einem guten Cappuccino beschließen wir, zunächst einmal weiter nach San Pedro los Cabos zu fahren, wo wir wohnen werden.
Cabo San Lucas ist das Zentrum der Hochseeangler. Hier wird gerade ein Marlin gewogen.

Bei unserer Ankunft beobachten wir, wie die Fischer die gefangenen Mahi-Mahis zerlegen und die Filets sofort verkaufen. Die Pelikane verschlingen gierig den Abfall.
 

Wir bekommen Zimmer 102 und 243, die allerdings noch nicht fertig sind. So setzen wir uns erst einmal mit unserem neuen roten Armband an die Poolbar und genehmigen uns eine Margarita, denn wir sind jetzt für die nächsten 3 Tage All-Inclusiv-Gäste. Danach besichtigen wir alles. Die Zimmer sind in Ordnung, wenn auch Ute und Hans auf eine Baustelle blicken.

                                                           Blick in den Garten des Hotels Posada Real

um Abendessen gibt es ein Büffet und wir bereuen, dass draußen auf der Terrasse kein Tisch mehr frei ist. Die Ober sind freundlich und die Köchinnen hinter der Theke an der Kochstation auch. Die Qualität ist durchschnittlich und der Wein nicht besonders gut; wir merken, dass wir in einem All-Inklusive-Ferienresort der oberen Mittelklasse in Mexiko sind. Es ist eben Massenbetrieb, den wir so nicht gewohnt sind. Leider beginnt gegen 19:50 Uhr schon die Sängerin in der Bar mit ihrem lauten Gesang das Abendunterhaltungsprogramm, sodass man sich im Restaurant kaum noch in Ruhe unterhalten kann. Schade.
So setzen wir uns in den Garten und genießen die laue Luft und die Abendstimmung:


Der Strand in der Abenddämmerung


Letzte Sonnenstrahlen im Hotelgarten

Freitag, 21.2.2014

 

Wir frühstücken gemütlich und sind ganz zufrieden mit der Obstauswahl, den Eierspeisen und den typischen mexikanischen Frühstückszutaten.

Wie in fast allen Ferienhotels dieser Art sind die Liegen am Pool schon alle belegt. mit Mühe suchen wir uns zwei zusammen und stellen sie unter ein Sonnendach am Strand.

Der Strand vor unserem Hotel ist nach beiden Seiten breit und lang. Es ist ein sauberer Naturstrand mit mittelmäßig feinem hellen Sand. Die Brandungswellen überschlagen sich kräftig. Ein Stück weiter gibt es nur noch zwei Hotels und viele private Condominiums. Alle liegen aber am gleichen Strand. Allerdings ist es sehr windig.
Während ich am Strand entlang wandere, machen Hans und Ute einen Spaziergang durchs historische Zentrum. Hier eine kleine Fotosammlung davon:

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Die Plaza mit der alten Missionskirche

Zur Happy Hour tauschen wir unsere Erfahrungen aus und lassen uns einige Tequilas und Margaritas servieren. Wie üblich natürlich alles in Plastikbechern. Der Wind hat nachgelassen und es geht uns gut. Am Abend gibt es ein mexikanisches Büffet mit lustigen Einlagen bei der Live Musik.
 

Samstag, 22.2.2014

 

Nach dem Frühstück fahren wir nach Cabo San Lucas und chartern dort ein Fischerboot.
Für 15 $ pro Person will uns ein Fischer zum El Arco fahren, dem berühmten Felsen mit der Durchfahrt zum Pazifik. Außerdem wollen wir eine Rundfahrt um den Felsen machen und und am Mittag soll er uns wieder zur vereinbarten Zeit abholen. Das sagt er zu, obwohl er dabei nicht ganz glücklich ist, dass wir nur 4 Personen sind, denn so verdient er deutlich weniger, als wenn er wie üblich 8 Personen im Boot transportiert. Aber er macht ein ganz freundliches Gesicht und zeigt uns die einzelnen Strandabschnitte von Cabo San Lucas.

Der Fischer erklärt uns, dass hinter uns der bekannteste Strand von Cabo San Lucas liegt. Es ist der Medano Beach, an dem die meisten der großen Hotels liegen. Viele Amerikaner aus Kalifornien haben hier ihre Ferienwohnungen.

Von den tollen Stränden zwischen den Felsen sind wir begeistert. Man kommt allerdings nur mit dem Boot oder Wassertaxi hierhin und es gibt keine Sonnenschirme, keine Duschen, keine Toiletten. Man muss alles mitbringen, was man für den Ausflug an den Strand benötigt.

Dann kommen wir zum berühmten "El Arco", den wir umrunden, um ihn vom Pazifik und von der Cortez-See zu sehen.

Bei Ebbe kann man hinwandern, jetzt schlagen die Wellen hindurch.

Am Lover´s Beach lassen wir uns absetzen. Die Fischer helfen sich gegenseitig bei der Landung und sorgen dafür, dass die Touristen nicht ins Wasser fallen.
Die Landung ist unproblematisch; allerdings hebt die Brandungswelle das Boot vorne ganz schön hoch und schwappt dann mit der Welle zurück. Man muss den richtigen Moment für den Absprung aussuchen. Der Strand ist fantastisch; das Wasser ist kühl, aber sauber. Es sind nur kleine Wellen dort. Fische sieht man nur da, wo sie von den Booten mit den Touristen gefüttert werden, damit die Leute beim Schnorcheln auch  welche beobachten können.
Auf der einen Seite ist der "Strand der Liebenden" mit total ruhigem Wasser

Auf der anderen Seite befindet sich der "Strand der Geschiedenen" mit wilden, sich kreuz und quer überschlagenden Wellen. Vor dem Schwimmen wird ausdrücklich gewarnt, was die Jungen mit den Boards natürlich zur Mutprobe lockt. Trotzdem ist der Strand wunderschön. 

Das Wasser ist wunderbar klar und sauber, der Strand auch. Hier könnte man bleiben. Wenn wir hier länger Urlaub machen würden, würden wir uns jeden Tag mit dem Boot hierhin fahren lassen und abends wieder abholen lassen.

Leider haben wir diesmal nicht so lange Zeit, sondern nach einer guten Stunde kommt der Fischer wieder mit seinem Boot zurück. Da das kleine Boot den Namen "Pablito" (= kleiner Paul") trägt, heißt Paul jetzt bei Ute auch so.
Bei der Rückfahrt stellen wir fest, dass die schönen Strandbuchten mit den Felsen dazwischen auch sehr gut vom Hafen aus zu Fuß erreicht werden können. Das ist natürlich auch eine interessante Alternative.

Nach einem Cappuccino auf der Hafenpromenade beschließen wir, den "Golden Corridor" oder die "Goldene Meile" entlang zu fahren und uns die Strände dort einmal anzuschauen. In Wirklichkeit handelt es sich um einen 30 km langen Küstenstreifen mit Hotels und Condominiums zwischen Cabo San Lucas und San José del Cabo.

Die touristisch überfüllte Playa Medano wollen wir überschlagen, andererseits uns aber auch das "Dreams" anschauen, das wir uns ursprünglich für einen Relax-Aufenthalt ausgesucht hatten.

Die Bahia Santa Maria gefällt uns schon nicht vom ersten Ausblick vom Highway aus, aber kurz darauf biegen wir ab und fahren zur Chileno Bay hinunter.

Wir sind ganz angetan von dem schön angelegten Beachpark mit (einfachen) Toiletten, mit Sonnenschutzdächern und einem Holzweg, der vom Parkplatz zum Strand führt. Alles macht einen sehr gepflegten Eindruck.

Das Wasser ist sauber, türkisgrün, mit wenig Wellen - und schnorcheln kann man auch zwischen den Felsen.

Strand am Chileno Beach

Einige Kilometer weiter besuchen wir das "Dreams", das wir eigentlich buchen wollten. Es ist zwar ein schönes komfortables 5-Sterne-Resort, liegt aber an einem Strand, der nicht besser ist als der vom Posada Real.

Hier noch zwei Fotos davon:

Zum Schluss sind wir gar nicht böse, dass wir die Wahl mit dem Posada Real getroffen haben.
 

Anschließend fahren wir zum Puerto von Los Cabos, der wunderschön angelegt und voll von Yachten ist. Das wird sicherlich noch einmal eine sehr teure Wohngegend hier. Vieles ist noch im Bau, aber alles schon erschlossen.

Zur windigen Happy Hour scheint die Sonne nicht mehr und es wird ungemütlich an der Bar.

Wir verziehen uns auf einige Liegen in der Sonne, aber die Margaritas sind miserabel heute.

Auch zum Abendessen ist das angesagte Fischbüffet nur ein Gerücht, denn es gibt wenig Fisch, dafür aber drei verschiedene Fajitas. Leider alles nur mittelmäßig.

Um halb acht beginnt eine Band mit unerträglicher Lautstärke zu spielen. Wir sind sauer; Proteste helfen nicht - so verziehen wir uns mit einem Bier an den Strand und schauen uns zum Abschied den Sternenhimmel und ein Feuerwerk in der Ferne an.

 

Sonntag, 23.2.2014


Wir frühstücken gemütlich und packen unsere Sachen zusammen. Im Internet erfahren wir, dass der berüchtigte Drogenboss "El Chapo" geschnappt worden ist, auf den 8 Millionen Dollar Kopfgeld ausgesetzt worden waren.

Um 11:30 Uhr checken wir aus und spazieren erst noch einmal durch das historische Zentrum von Los Cabos. Um kurz vor 14:00 Uhr liefern wir den Wagen bei Hertz ab. Wir sind 1623 km in Baja California gefahren.

Mit einem Shuttle geht es zum Flughafen, aber die Maschine von Interjet hebt erst um 17:10 Uhr ab. Nach 1 1/2 Stunden landen wir in Mexico City, wo es aber statt 18:45 schon 19:45 Uhr sind.

Wir sind schnell im Hilton, bekommen Zimmer 409 und 415 und wollen noch eine Kleinigkeit essen. Der Service ist sehr schlecht und wir bekommen nur gefrorenes Bier in Dosen. Als wir fragen, ob keine Biergläser da sind, antwortet der Ober sehr unfreundlich, wir wären schließlich in Mexiko und nicht in Deutschland.

Alles sehr unfreundlich und unerfreulich.
 

Montag, 24.2. 2014

 

Um 7:00 Uhr sitzen wir beim ausgezeichneten Frühstück und marschieren anschließend erst einmal zum falschen Schalter von Interjet. Wir müssen nämlich diesmal zu den International Flights auf Gate 9. Glücklicherweise ist aber dort nichts los, sodass wir noch pünktlich erscheinen. Ausreisegebühr brauchen wir nicht zu bezahlen, sie ist im Flugpreis inbegriffen. Inge wechselt die restlichen Pesos in Dollars um und wir begeben uns in den Warteraum 21. Dort hätten wir bald das Boarding verpasst, wenn sie uns nicht darauf aufmerksam gemacht hätte, dass schon längst alle Passagiere eingestiegen sind.

 

Um 9:40 Uhr hebt der Airbus 320 ab und wir sehen deutlich den gelben Smog, der über der 22- Millionen Stadt Mexiko liegt.
Das war´s von Mexiko. Ich hoffe, der Reisebericht hat Ihnen gefallen und es sind ein paar brauchbare Informationen für Sie dabei, wenn Sie vorhaben, das koloniale Mexiko und Baja California  zu besuchen.

Nach 2 1/2 Stunden Flugzeit landen wir um 12:10 Uhr in San José. Was wir dort erlebt haben, können Sie in meinem Reisebericht von Costa Rica nachlesen.
Vielleicht haben Sie aber auch Interesse an anderen Reiseberichten von mir. Schauen Sie doch mal auf meine Reiseseite!

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